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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1863-01-01 · Heft 5 · p. Seite 175

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
12 (1863)
Issue
Heft 5
Article
Geschichte der Juden in der Stadt und Diöcese Speyer
Date
1863-01-01
Page
Seite 175 (sequence 15)
Language
German
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in Speyer. 175 ich das Ansehen dieser Stätte28) ausserordent״/ lieh zu heben, wenn ich auch die Juden darin aus-׳ nähme. Nachdem ich sie aufgenormneu hatte, brachte ich sie ausserhalb der Gemeinschaft und des Wohnsitzes der übrigen Bürger29), und damit sie nicht durch den Uebermuth des Pöbels leicht belästigt würden, umgab ich jene 8bitte mit einer Mauer. Den Platz zu ihrer Wohnurig aber, welchen ich rechtmässig erworben habe (denn zuerst erhielt ich den Hügel thcils durch Geld, theils durch Tausch, und das Thal durch Erbschaft), jenen Platz, sage ich, habe ich ihnen unter der Bedingung übergeben, dass sie jährlich 3*4 Pfund speyer'sclien Gehles zum gemeinsamen Verbrauche der Klosterbrüder entrichtci 1. Auch bube ich ihnen innerhalb des Umkreises ihres Wohnsitzes und gegenüber ausserhalb desselben bis zu dem SchiHshafen30) die Freiheit gegeben, Gold und Silber zu verwechseln der deutschen FreisLiUltc 1,711) gibt den Sinti'dieser Stelle nicht genau wieder, wenn er, ■den liier gebrauchten Ausdruck villa, als welche auch Mainz noch 1047 und Strassburg sogar noch 11105 erscheint, als gleichbedeutend mit dem französischen ville aulTassend (siehe a. a. 0. 6. 18) uiul auf die Stadt selbst beziehend, sagt, dass der Bischof nunmehr aus Speyer eine förmliche Stadt habe machen wollen, *0) honorem loci heisst nicht: die Ehre unseres Ortes, d. L der Stadt Speyer, wie Jatfe meint, sondern die Ehre dieser Statte, d. h. der zur Stadt gezogenen Vorstadt. Auch Griitz VI, 100 bezieht locus unrichtig auf die Stadt selbst und gibt (len Sinn der Slelle ungenau wieder, wenn er sagt: Bischof R. glaubte das Ansehen der Stadt nicht besser heben zu können, als wenn er u. 8. w.; die Wörter nicht und als müssen gestrichen werden. Statt des folgenden melius bei Würdtwein und JatVd liest Diimge und Remling milies. a9) Dieses Judenquartier in Speyer wird in späteren Urkunden vicus Juclacorum genannt. Hieraus folgt aber, dass, wie schon Mone (Zeitschrift 9, 269) bemerkt, Jost in seiner Geschichte der Israeliten 7, 198 mit Unrecht behauptet, dass in den älteren Reichsstädten eine Absonderung der Judenwohnungen gar nicht vorgekommen sei. Das Judenquartier in Speyer war indess nicht blos von Juden bowohnt, sondern auch Christen besassen, wie dies auch in anderen Städten, z. B. in Frankfurt a. M. vorkam, Häuser darin. So hatte im Jahre 1307 eine Begine ein Haus in der Judenstrasse zu Speier, siehe Mone a. a. 0. 7, 44 u. 46. 90) Nicht Schilfert hör, wie Remling a. a. 0. S. 310 hat; er hat portus mit porta rer wechselt.

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