Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1863-01-01 · Heft 5 · p. Seite 169

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
12 (1863)
Issue
Heft 5
Article
Geschichte der Juden in der Stadt und Diöcese Speyer
Date
1863-01-01
Page
Seite 169 (sequence 9)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2829132-2829290-2829296-2859612--07684-2859650
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

3n Speyer. 169 wie es scheint, von Nürnberg aus, zu einer gemeinsamen diese Gelegenheit, dieselben durch einige neue Angaben zu vcrvolb ständigen, resp. zu berichtigen. Dass R. Meir aus Worms stamme, sagt mich Zunz (Ritus S. 691; es ist demnach irrig, wenn Lnndsliulh n. a. O, 8. 161 Rothenburg für seinen Geburtsort hält. Aber auch die andere Vermut hu ng desselben, nach welcher R. Meir zuletzt in die• ser Stadt seinen Wohnsitz gehabt haben soll, ist unrichtig, wie sich später zeigen wird. In seiner Kindheit schon war er in Würzburg, wo er unter der Leitung des R. Isaac ben Moses aus Wien seinen Studien oblag zur Zeit, als 11. Klieser ben Joel halevi daselbst Rahbin er war. Siche Monleehai Mocd Kutan S. 396־ a, cd. Venedig, wo R. Meir sagt: כשהייתי הינוק ודייה־ בוורצבד־ק בהציקוהי מיס על ידי הה״רי שווי־ . . . ושאלו לראביה .... והשיב. I>ie von mir bestrittene Rclüiuptung Josts, nach welcher R. Meir Oberrabbiner des Reichs gewesen sein soll, könnte scheinbar in den RGA. des R. Chajim Or Santa Kr. 191, wo von R. Meir gesagt wird הוא היה ראש הטליות וט:ה\,:ו eine Unterstützung finden; allein wer die Stelle aufmerksam und im Zusammonhangc liest, wird linden, dass sie nur sagen will, dass R. Meir das Präsidium ins Rabbinatseoliegium geführt habe, und dass also das Wort המלכות hier in demselben Sinne gebraucht ist, wie in dem 1-6kannten Aussprache. מאן יולכי רבנן. Dass R. Meir übrigens nicht allein den Studien oblag, sondern auch Geschäfte trieb, gebt aus dem von seinem Schüler Simson ben Zadok im Jahre 1119*2 verfassten רלש״בץ hervor, wo in H 166 gestattet wird, an den Ilalbfeiertagen seinen Kiliiden (לטערופיא שלן, woraus zugleich — gegen Ra poport in dem Vorworte zu den Tescbuboth Geouim Kadmonim § 16 — erhellet, dass dieser auch bei רא״בן mehrfach vorkommende Ausdruck gar wohl bei den jüdischen Gelehrten Europa’s und nicht blos bei den späteren Decisoreu Deutschlands im Gebrauche war; cf. auch RGA. des R. Meir ed. Prag Nr. 910) Geld zu borgen, damit man nicht die Kundschaft verliere und hiuzugefügt wird, dass auch R. Meir es also zu halten pflegte וכן היה רגיל נזה״רב ז״ל. Dieser wirkte aber als Rabbiner an verschiedenen. Orten, und zwar in Rothenburg, Mainz und zuletzt in Nürnberg, und trug die Bezeichnung ״von Rothenburg11 von dem ersten Orte seiner Wirksamkeit, auf welche die Stelle in seinen RGA. Nr. 92 ed. Prag Bezug nimmt, wo es heisst לכן גמנינו להלך אלה ה ב" ד יפה אהד סה״רב לרוטנבורג להאיר עינינו. in Betreff meines früher geheglen Zweifels, ob unter diesem Rothenburg das an der Tauber oder am Neckar gelegene zu verstehen sei, vermag ich nunmehr zwei Belege beizubringen, aus denen deutlich zu ersehen ist, dass R. Meir seinen Rabbinatssitz in Rothenburg an der Tauber batte. In dem RGA. des R. Jacob Levi (מהה״יל) Nr. 167 findet sich nämlich die stelle בספר הפרנס כתוב כשהיו הגרם משברים. התיקונים ברוטנבורג והתיך מה״רם שהיו מביאים וידוע שתטגבודג עיר מוקפת הומה דלתים ובריח מימי מה״רם ז״ל, was nur auf Rothenburg a. d. Tauber passt, welches von

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.