Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 12 (1863)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Geschichte der Juden in der Stadt und Diöcese Speyer
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 168 (sequence 8)
- Language
- German
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168 Gcsellichte der Juden hatte. Er hat ethische, liturgische und lmlachisehc Werke geschrieben, das Gebetbuch erläutert und pcutateuchiseho Erklärungen, wie auch einige synagogalc Poesien vor• fasst16). Erwähnung verdient auch R. Jchutla des Frommen Prüder, Abraham ben Samuel in Speyer17), wcldien Isaac aus Wien noch gekannt und der vier Klagelieder und fünf Selichas geschrieben hat. Walirsclieinlich der Mitte des dreizehnten Jahrhunderts gehört Eiasar ben Jacob aus Speyer an, der ein Werk über Busse verfasst hat, wie auch dessen Zeitgenosse Jacob aus Speyer, der vielleicht identisch ist mit dem von den Tosaibt zu Joina 9a, Schlagwort ולא שכ!שו, erwähnten R. Jacob כש״די und dem im Mordecliai Mcgilla zu Ende des dritten Perek (S. ■308a ed. Venedig) genaunten II. Jacob Levi aus Speyer. Im letzten Drittel des erwähnten Jahrhunderts wirkte in Speyer R. .1 edidjaly), ein Zuhörer des 11. Jechiel aus Paris und Lehrer des Verfassers eines bei Zunz handschriftlich befindlichen Commeiiiars zmn Pentateuch, eines Nachkommen von R. Jehuda dem Frommen, wie des im ספר הגן genannten Sohnes des letzteren, Namens Salman, der vielleicht identisch ist mit dem anderwärts angeführten Salman aus Speyer19). R. Jedidja war Zeitgenosse des R. Mcir aus Rothenburg‘20), welcher ihn einst, 16) Vgl. Landshuth a. a. O. S. 78. 17) Siehe Luzzato im O/.ar nachniad II, 10; indess nennt ihn auch Zunz zur Gesell. S. 8h, und ist dies wahrscheinlich der im Rokeach § 468 erwähnte Rabbiner R. Abraham. 18) Derselbe ist wahrscheinlich identisch mit dem von Zunz zur Geschichte S. 40 erwähnten Gesetzlehrer R. Jedidja ben Israel aus Nürnberg, an welchen das RGA. des R. Mcir aus Rothenburg, edit. Cremona § 13 gerichtet ist. יי) Siche Zunz Ritus S, 200. ao) Geber die Lebensvcrhältnissc und das tragische Geschick dieses berühmten Gesetzlehrers, der in Deutschland die grösste rabbinische Autorität seiner Zeit war und von dem R. Joseph Caro sagt, dass er noch berühmter gewesen sei als Rabbenu Natanel (siehe Reib Joseph zum Tur Jore Dcah § 105), habe ich am Schlüsse der Vorrede zu meinen Regesten Mittheilungen gemacht, die über die Lebensumstände des gefeierten Rabbi vielfaches Licht verbreiten. Ich benutze