Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 12 (1863)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Aus dem Sefer Hasichronot von Elias Levita
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 98 (sequence 3)
- Language
- German
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Aua dem Scfer Hasichronot \)6 ihm gespendet wird, ist zwar im Tone der damaligen Zeit gehalten, doch nicht unverdient. Er war, nach dem Ausspruche seiner Zeitgenossen, nicht nur durch Frömmigkeit, Humanität, Gelehrsamkeit und Stnatsklugheit ausgezeichnet, sondern er wurde auch als Gesandter Franz 1. in Venedig, Koni, und hei Carl V. wegen seiner Tugend und Gewandtheit in Yerhandlungen der Staatsangelegenheiten hochgeschätzt. Trotzdem unterliess er s nicht, Schüler unseres Levita, eines Juden — im Anfang des IG. Jahrhunderts — zw werden. Er lernte bei ihm die hebräische Sprache und erlangte bald darin eine solche Fertigkeit, dass er in den drei Sprachen — der hebräischen, griechisehen mul lateinischen - die damals aus politischen ebensowohl, wie aus wissenschaftlichen Motiven in Frankreich sehr gep 11 egt wurden, sieh gleiehmässig auszeichnetc. (והרי לך שם בשלושה, לשון עברי הקדושה׳ ולשון יון הדוהה, ולשון לאטינו הצח־(,). Er war der eigentliche Veranlasser und Förderer des umfangreichen Werkes nicht nur dadurch, dass er den Verfasser, der die Ausführung desselben beinah schon aufgegeben hatte, durch Auf bieten seines ganzen Ansehens (בכל עזן ) dazu aufmunterte, sondern auch weil er alle Kosten für Abschreiber, Punetatorcn u. s. vv. aus eigenen Mitteln leistete. Schön und erhebend sind die Worte: ,,wohl den Fürsten, wenn sie solche Diener und Gesandte haben, wie I)u hist, und wohl den gelehrten und weisen Dienern, wenn sie Herren und Fürsten haben, wie der Deinigo ist,“ denn Franz 1. war auch ein Förderer der Wissenscliaft und Gönner der Gelehrten, welches Urtheil über ihn hesonders im Munde unseres Levita ein begründetes ist, da er von diesem König einen Iluf erhalten hat, in Paris einen Lehrstulil der hebräischen Sprache cinzunehmen*). virtutiini laude hiiic praeferre <p1cas.u —Sepultus est Vauri. Uullia Christian!! etc. etc. tovn. XIII, S, 344. 21 Wollte inan auch auf die Priicision der beigefiigten Eigenseluiften weniger Gewicht legen, weil sie scheinbar mehr dem Reime, als der Bedeutung an gepasst sind, so geben sie liier doch in bezeichnen׳ der Kürze das Eigentlnimliche der genannten Sprachen an. Die hebritische wird als die 11 eilige, die griechische als die reiche und die lutenisclie als die elegante bezeichnet, welches letztere besonders im Sinne der damaligen Zeit zu nehmen ist, wo man das höchste Gewicht auf die classische, oder besser ciceronianische Latinität legte. 3> So heisst es in der Vorrede zum כי כמה פעמים נקרא :תשבי