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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1863-01-01 · Heft 2 · p. Seite 54

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
12 (1863)
Issue
Heft 2
Article
Über Thierquälerei nach den Grundsätzen des Judenthums
Date
1863-01-01
Page
Seite 54 (sequence 14)
Language
German
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54 IVhor 11'!״ icr([u;\l(*1־<M nach (len (JnimLsätzen <1. •ludonth. gewohnt ist׳־, und wäre cs ihr wohl tröstlicher, mindestens um dieselben zu bleiben. Es erklären sieh aber beide genannten Verbote am besten, wenn wir annelmum, dass inan hier nicht sowohl das Thier, als das zarte Verhültniss zwischen Kindern und Eltern an sich im Auge hatte. Dieses sollte berücksichtig! werden, um sich gegen Menschen nicht abzubürteil. Es gilt als grausam, im Kriege Ellern und Kinder zusammen zu tödt.eu oder gelängenzunelimeit (אם על בנים). So sollen wir denn auch lud den Thieren, obschon es für diese selbst gleichgültig ist, die einmal dazu bestimmt, dieses Verhültniss nicht verletzen, um uns nicht überhaupt dagegen abzuhärten. So'versteht es auch der Talmud. Die Mischna (11crachot V. und Megilla UI.) lehrt: Wer da betet: ״Bis auf das Vogelnest erstreckt sich ja dein Erbarmen," den heisst man schweigen: denn — erklärt die (ieinara — er lasst die Vorschriften Gottes als Erbarmen auf, während sie doch nur als Befehle seines Willens aufzunelimen sind (גזרוה)• Null'soll aber damit nicht gesagt sein, dass die Misclma — wie Mainionides meint — Gnmdungahen zu den Geboten überhaupt verpönt, sondern sie will den alb gemeinen Grund aller Helmte, den der Talmud selbst an״ führt, Läuterung des Menschen לצרף את הבריות nicht aber den besonderen Grund des Erbarmens über das Thier, der ja so problematisch ist, so fest an nehmen, um sich im Gebete darauf zu berufen. Das stimmt zu dem oben Gesagten (vgl. Chinueh, Gebot 540, und Naclunauides zu 5. B. Mos. 22, (>)*). *) Sehr auffallend erscheint hier Mainion. (More III. MS). Nach* dem er seinen rationellen Grund für dieses Verhol angeführt, fährt er fort: .,Wende aber nielit ein, dass die (eben angeführte) Misclma gegen die Auffassung dieses Verbotes als Barmherzigkeit protestirt, denn der Autor derselben srhliessl sich der Partei an, welche die Befehle der Thora überhaupt nur als Macht spräche angesehen wissen will und jede Aufstellung eines Grundes perhorresoirt.u So lautet auch seine Erklärung zur betreffenden Mischna und sein Ausspruch in Jad Hachusaka vom Gebote, Abschnitt 9. Er vindicirt also der Misclma eifiie Ansicht, die er im More III, 31 geradezu absurd und deren Be-

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