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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1863-01-01 · Heft 2 · p. Seite 46

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
12 (1863)
Issue
Heft 2
Article
Über Thierquälerei nach den Grundsätzen des Judenthums
Date
1863-01-01
Page
Seite 46 (sequence 6)
Language
German
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Uebec Thierqualcrei 40 dir in die Enge komme*). Jedoch solch’ einen Baum, von dem da weisst, dass er nichts Essbares tragt, den magst du verderben und umhauen und Belagerungswerke wider die Stadt bauen.u Es wird liier gewarnt, selbst im Kriege, wo Zorn und Leidenschaft entfesselt zu sein pflegen, der Zerstörungswut!! nicht freien Lauf zu lassen: ja selbst, wenn das Fällen der Bäume zum Nutzen der Belagerung gereichte, dennoch dabei der Fruchtbäume zu schonen. Aus dieser Vorschrift leiten die Rabbineri überhaupt das Verbot her, irgend etwas zwecklos zu zerstören oder zu vernichten. ,,Der Meusel! gewöhne sich vielmehr, am Erhalten seine Freude zu habend heisst es im ״Chinuch“ des II. Ahron halewi, ,.also dass ilnn selbst ein Senfkörnlein, unnütz vernichtet, leidthne." Namentlich wird es als sehr sündhaft erklärt, in seinem Zorne sich der Zerstö-- nnigswuth hinzugeben. ״Wer in seinem Zorneheisst es (Sabbat 10b) ״Kleider zerreisst, seine De rät he zerschmettert, ist vom Götzendiener nicht fern; denn also schreitet die Leidenschaft vorwärts, beute gestattest du ihr die Macht über dich und morgen führt sie dich zum Götzendienst..44 Aber auch sonst wird jede leichtsinnige Zerstörungfür unerlaubt erklärt, und oft begegnen wir im Talmud, der Frage והא עבר עד בד וזיבזרזיה ,,Lebertritt er nicht hierbei das Verbot: Du sollst nicht zerstören?“ Ja es dehnte sich das Verbot der Zerstörung bis auf die Brotkrume von nur einigem Umfange aus (Berachot 52b). Noch weiter wenden es II. Chisdai und II. Papa an (Sabbat 151b), indem sic den Satz aufstellen, wer Gerstenbrot verträgt und Weizenbrot isset, wer Bier trinken kann und Wein trinket, der übertrete das Verbot: Du sollst nicht vernichten; wogegen freilich eingewendet wird, dass die bessere Erhaltung unseres Körpers derjenigen der Lebensmittel vorgeht (das.). Dagegen wird das Schlachten der Thiere zum übermässigen Eleischgenusse wirklich als unrecht bezeichnet, denn es heisst (5.B. Mos, 12, 20): ״Wenn •) Nach Ivaschi: Denn ist denn der Baum des Feldes ein Mensch, dass er vor dir in die Enge koiume?

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