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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1862-01-01 · Heft 7 · p. Seite 268

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
11 (1862)
Issue
Heft 7
Article
Eine neue Erklärung des dritten der zehn Gebote
Date
1862-01-01
Page
Seite 268 (sequence 3)
Language
German
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268 Eine neue - Erklärung liegt der Haupttenor des ganzen Gebotes, das also nicht blosse Einleitung der folgenden Gebote ist; und üm so wichtiger ist dieser Grund, weil er durch das ganze Gesetz als Motiv und Stärkung, wie ein rother Faden, hindurchläuft; denn bei allen wichtigen Gesetzen, bei allen Festangaben und Anordnungen wird der ״Auszug aus Egypten“ zu Grunde gelegt. — 2. Neben diesem Gott darf Israel, das in Egypten mehrere Neben- und Untergötter fand, keinen andern Gott kennen und von ihm weder in Bildern noch concreten Wesen sich eine Vorstellung machen (״(לא יהיה לך לגף — Dabei ist ein eigenthümlicli besonderer Grund angegeben: ״Gott eifere u. 8. w.," weil einerseits damit die Rechtfertigung heraustreten soll, dass andere Völker zu Grunde gingen, da sie von ihren Ahnen her Götzen verehrten, andererseits den Israeliten bis spät Strafe treffen würde, wenn er Götzen diene und sich daraus den Grund seines Unglücks als diese Strafe erklären müsse. — 3. Allein nicht blos fremde Götter müsse der Israelite meiden (sowohl im Geist und Gedanken, als im Bild)- sondern auch nicht einmal den N amen seines Gottes dürfe er auf ein solches Falsches (Scheinwesen; denn das ist שלא im. Gegensatz zu שקף? wo wesentliche Lüge zur Wahrheit oder wesentliche Wahrheit zur Lüge wird, während שלא Schein und Unwesentliches gegen Schein und Unwesentliches setzt), übertragen, so zwar, dass er etwas Falsches (Eitles, Nichtiges) auch nur mit dem Namen seines wahren Gottes belegen wolle (so z. B. einen Jupiter den Allvater, den Gott Himmels und der Erde nennen, wenn auch Jupiter nicht als der rechte, einzige Gott anerkannt würde); denn auch Solches würde Gott nicht frei aus gehen lassen (לא ינקה), dass man mit dem Namen Gottes das anerkannt Falsche belege (לא ינקה ist Jedenfalls gelinder als אל קנא). Dass dieser Grund ein hinlänglich genügender sei, wird man besonders dann erkennen, wenn man an die Zeit des Heidenthums denkt, wie es in der Zeit vor und während der Offenbarung des Gesetzes war. — 4. Aber auch das Gedenkzeichen dieses deines Gottes, wodurch er inmitten der durch ihn in'8 Dasein getretenen Schöpfung als concreter Gott eiutrat, oder wodurch er als rettender, befreiender Gott sich in Israel, dem für alle andern Völker und vor allen andern Völkern berufenen Volke manifestirte (wie im Dekalog des 5. B. Mos.), den Sabbat musst du (nach dem er-

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