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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1861-01-01 · Heft 12 · p. Seite 475

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
10 (1861)
Issue
Heft 12
Article
Bericht, verlesen bei der jährlichen Sitzung der Société Asiatique, den 29. Juni 1861
Date
1861-01-01
Page
Seite 475 (sequence 13)
Language
German
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der Societe Asiatique. 475 Sanscrit-Citaten ohne Uebersetzungv und die Wissenschaft leidet unter dieser gelehrten Weigerung Diejenigen, welche diese Spraeben nicht verstehen, von seinen Resultaten Nutzen ziehen zu lassen. Doch ich sehe, dass ich mich von meinem Gegenstand entferne. Wüstenfeld hat gleichzeitig mit seinem Leben Muhamed’s eine Sammlung vollendet, die mit diesem Gegenstand in enger Verbindung steht und die Zusammenstellung der Texte enthält, welche sich auf die Geschichte Mekka’s beziehen. Der erste und dritte Band dieser Sammlung waren schon früher erschienen; der Herausgeber hat die Lücke jetzt dadurch ausgefüllt, dass er in dem zweiten Bande eine bestimmte Anzahl Auszüge zusammenge stellt hat, die zum Th eil die Ergänzung, zum Tlieil die Fortsetzung der vollständigen Werke von Azraki und Gutbeddin bilden, welche die anderen Bände ausmachen. Es ist bekannt, dass die Araber die naivsten Plagiatoren von der Welt .sind; sie schreiben ganz einfach ihre Vorgänger ab, glücklicherweise, ohne sich zu verstellen, wenn auch, ohne ihre Entlehnung einzugestehen. Es ist daher nothwendig und leicht, wenn man, wie in dem vorliegenden Falle, die Originalschriftsteller besitzt, sie zu vervollständigen, indem man aus ihren Copisten, Plagiatoren und Fortsetzern diejenigen neuen Sachen, die sie hinzugefügt haben können, herauszieht. In dieser Weise ist Wüstenfeld zu Werke gegangen, und er hat es dahin gebracht, den Gelehrten, welche die Geschichte Mekka’s studiren wollen, grosse Zeitverluste zu ersparen. Er hat seiner Arbeit eine fast unentbehrliche Ergänzung beigefügt, nämlich die Geschichte Medina’s, nach Samhudi, einem egyptischen Schriftsteller aus dem 15ten Jahrhundert, der ein sehr in'8 Einzelne gehendes Werk über diese Stadt verfasst hat, um die muhamedanische Welt für den Wiederaufbau der grossen medinischen Moschee, die durch eine Feuersbrunst zerstört war, zu begeistern. Wüstenfeld gibt uns einen Auszug aus dieser Schrift, der nur bedauern lässt, dass er nicht detaillirter ist, denn die Geschichte beider heiligen Städte ist äusserst interessant, sie ist für die Geschichte des Chalifats unentbehrlich wegen der bedeutenden Rolle, die diese beiden Städte besonders in den ersten Zeiten des Islam gespielt haben, und sehr merkwürdig durch die Menge einzelner

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