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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1861-01-01 · Heft 9 · p. Seite 359

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
10 (1861)
Issue
Heft 9
Article
Aus der Vorzeit
Date
1861-01-01
Page
Seite 359 (sequence 3)
Language
German
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Notizen. 359 sich nicht mischen wollten• Endlich liess zur Dämpfung des Aufstandes die damalige Universität Trier die Rädelsführer verhaften und nach gepflogener Untersuchung den 23. Juni ein Urtheil veröffentlichen, vermöge dessen zwei derselben 17 Tage bei Brot und Wasser eingekerkert und aus dem Matrikel ausgestrichen wurden, die andern zwei zu 6 Tagen verurtheilt, die andern Studenten, die an dem Tumulte theilnahmen, wurden patri praefecto zur Bestrafung übergeben. (Hontheim, hist, trevirens, tom. 3, 8. 232.) Judengroschen, ein Name des alten sächsischen Groschen, welcher im 15. und 16. Jahrhundert geprägt wurde und von dem auf der einen Seite stehenden meissnischen Helme, dessen Zierrath ein Mannsköpf mit einem Barte und spitzen Hute ist, Bartgroschen genannt wurde. Weil der gemeine Mann diesen Helmzierrath für einen Judenkopf ansah, wurden solche Groschen Judengrosehen, Judenhüte und Judenköpfe genannt. Dieselbe Denennung führte an einigen Orten auch eine gewisse Auflage. So wurde in dem Herzogthum Neuenburg bei einer Austreibung der Juden zum Ersatz ihrer abgängigen Steuern den christlichen Unterthanen eine Auflage unter dem Namen Judengroschen aufgegeben. (Krünitz, Oekonomische Encyklopädie Thl. III, 8. 621.) Der Rattenpfennig. Als sich im Jahre 1498 ein neugieriger Jude verkleidet zu einem Frankfurter Turniere schlich, aber bald erkannt und übel zugerichtet wurde, verfiel man auf den tollen Gedanken, jedem Bringer einer Ratte, von dem jenem Neugierigen abgenommenen Gelde, einen Pfennig, genannt Rattenpfennig, auf der Brücke zahlen zu lassen. Hunds-Juden werden die Juden öfters in Decreten der Jahre 1417—1470 genannt. (Bender, Der frühere und gegenwärtige Zustand der Juden in Frankfurt, S. 20.)

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