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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1861-01-01 · Heft 9 · p. Seite 349

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
10 (1861)
Issue
Heft 9
Article
Die Leichenfeierlichkeiten im nachbibl. Judenthume
Date
1861-01-01
Page
Seite 349 (sequence 5)
Language
German
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Die Leichenfeierlichkeiten im nachbibl. Judenth. 349 Die Ruhe dieser zweiten Heimat zu stören, betrachtete man als die grösste Lieblosigkeit, und die Barbarei der Parsen, die von religiösem Fanatismus getrieben, selbst fremde Leichen aus den Gräbern aufwühlten, um sie nach ihrer eigenen Sitte den Raubvögeln zumFrasse hinzugeben, presste den Juden manchen Schmerzensschrei aus: ״Sarget mich tief in der Erde ein," sagt der sterbende Jose b. Kisma zu seinen Jüngern, ״denn an jede Dattelpalme Bäbylon’s ist .ein Parserpferd angebunden und aus jedem Sarge in Palästina frisst ein Mederross sein Futter"7). — ״Gebet mir wenige Todtenkleider mit," hinterlässt letztwillig R. Chiskija, ״und senket meinen Sarg tief in die Gruft"8). — ״Siehst du" — ruft Simeon b. Jochai aus — ״das Pferd eines Mazdayagniers auf den Gräbern des gelobten Landes, so wisse, dass die Leiden ihren Höhepunkt erreicht haben und harre auf das Eintreten der Messiaszeit"9). — Die durch Samuel (I, 12, 15) ausgesprochene Drohung: ״die Züchtigung Gottes wird Euch und Euere Ahnen treffen," glaubt Rabba b. Samuel durch die leichenschänderischen Parsen verwirklicht zu sehen10). aicova. Vgl. Uhlemann, Handbuch der gesammten aegyptischen Alterthumskunde, II. 111611, ägyptische Archäologie S. 324. — Die Perser nennen die jenseitige Welt das morgige Haus, die Wohnung der Zukunft (Vullers lex. pers. lat. I, 650) und die beiden ״ ° . Welten zusammen: ujLa y> — die beiden Herbergen (ib. I, 937). — Andere aber noch zweifelhafte talmudische Ausdrücke für den Begrabnissort sind: לשלה בלכין das der Talmud selbst durch שדה שמפטירין בה מתים erklärt (Moed K. 5b vgl. Raschi ad 1.) und das die Mischna (Oholoth XVIII, 4) als einen geweihten Raum betrachtet, der weder bepflanzt noch besäet werden darf; 01101) מלטימיא. XVII, 3; Middoth II, 2 und die Comrn. z. St•.). Ausführliches über diese Materie, namentlieh für die nachtalmudische Zeit, gibt Zunz, zur Gresch. und Lit. I, 442. אמר להן (ר' יוסי בן קסמא לתלמידיו) העמיקו לי ארוני שאין כל ף דקל ודקל שבבבל שאין סוס של פרסיים נקשר בו ואין לך כל ארון וארון (Synh. 98b.)שבארץ ישראל שאין סוס מדי אוכל בו תבן אל תרבו עלי תכריכין ותהא ארוני נקובה בארץ (° (jer. Kiiaim ix, hal. 4). חני ר' שמעון בן יוחאי אם ראית סוס פרסי קשור בקברי ארץ ישראל ף צפה לרגליו של משית (.6 ,8 .Midr. Cant. Cant) והיתד, יד ה׳ בכם ובאבותיכם אמר רבה בר שמואל זו הטטי שכבי(°'

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