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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1861-01-01 · Heft 7 · p. Seite 265

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
10 (1861)
Issue
Heft 7
Article
Beiträge zu einer Einleitung in den Talmud
Date
1861-01-01
Page
Seite 265 (sequence 8)
Language
German
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Beiträge zu einer Einleitung in den Talmud. 265 Die Saburäerperiode dürfte dann etwa 90 Jahre umfassen; auch dürfte nicht geirrt sein, wenn noch mancher der ersten Geoniin als die Thätigkeit der Saburäer besehlies send gedacht wird. Auch ist nur in der erweiterten Periode eine Vermittelung zwisehen den, in Ausdrucksweise und dialektischem Gange so weit von einander abstehenden talmudischen Autoren und Sabur'äern zu finden. Hätten die Saburäer einen kurzen Zeitraum ausgefüllt, dann wäre nicht ein 17ebergang, wie er im Laufe aufeinander folgender Generationen sich naturgemäss gestaltet, wahrzunehmen, sondern ein nicht zu motiviren-’ der Sprung. Es liegen aber auch in der That Andeutungen vor, dass die früheren Saburäer den talmud. Ausdruck und Ideengang festhielten. E. Scherira berichtet (114b): ונלןיטיק <£ן הראשונים בגם׳ דהאשה נקנית בג' דרכים רחנינן ברישא כזנא ה״מ וכו' עד בכסף מנא לן כלהו אינך פרוקי וקושיי רמתרצי בגמרא רבנן בתראי סבוראי חרצינהן וקבעינהו• Dieser Beginn des Traktats Endduschin liegt in Ausdruck und Dialektik nicht weit von der talmud. Lehrweise ab; wenn nun die sabur. Zusätze zu Nasir und Temura sich uns anders erwiesen, so bietet die längere Saburäerperiode hierfür den natürlichen Aufschluss: der Zusatz zu Kidduschin stammt aus der früheren, die Zusätze zu Nasir, Temura u. a. deriviren aus der spätem, vielleicht spätesten Zeit der Saburäer. — Wir gelangen nun aber auch zu der Wahrnehmung, dass in der That viele Traktate Zusätze von den Saburäern enthalten und die Schlussredaction von ihnen ausging. Die Saburäer, schreibt E. Scherira, stellten nicht halachische Normen — הוראה — auf; die Eixirung halachischer Normen נמי כגון ר' עינא ור׳ סימונא. Aber dieses בתריהון beziehet sich offenbar nicht auf ר' לבאי מרוב, da von diesem ausdrücklich angeführt wird, was in seinem Namen zugesetzt ist, sondern auf die früher genannten ר׳ נחומי ר׳ יוסף ר, אחאי. Wenn ד עינא ור' סימאי die letzten Saburäer gewesen, was bedeutet dieses כגון, wer waren denn noch die רבנן בתריהון? Dieses כגון spricht gerade für R. Abr. b. David, der ר' רנן מאישקא ורב מרי (vgl. R. Scherira 117b) u. A. noch zu den Saburäern rechnet. (Diese benennen wir weiter die ersten Geonim, da Scherira sie nicht ausdrücklich als Saburäer bezeichnet.) Dr. Grätz hielt zu fest an dem Seder Tanaim, das, vergleicht man die Worte des R. Seherira hiermit über die רבנן סבוראי, keine richtige Auskunft gibt, wie es überhaupt reich an Fehlern aller Art. Weiter auf diesen Punkt einzugehen, ist hier nicht Gelegenheit.

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