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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1861-01-01 · Heft 6 · p. Seite 237

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
10 (1861)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1861-01-01
Page
Seite 237 (sequence 4)
Language
German
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Recensionen und Anzeigen. 237 gerade von Kadesch aus geschehen, liier, wo das terrasscnför־^ irrig ansteigende, rauhe Emoritergebifge mit seinen wenigen, so •schwer zu erklimmenden Aufgangspässen den Angriff so überaus schwierig machte? Konnte dies nicht mit weit grösserer Hoffnung auf Erfolg an .einem Punkte geschehen, wo die schwerfällige Volksmasse gar keine Terrainschwierigkeiten zu besiegen hatte? Aber gab es liier eine dem Moses bekannte, offene Landschaft, warum, da die Israeliten nach der Rückkehr der Kundschafter sehr bald den lebhaften Wunsch hatten, zum Angriff zu. schrei־ ten, warum liess er sie . damals den so schwierig gewählten Ge־ birgszug machen, warum führte er sie nicht sofort den offenen und leichten Weg in'8 Land?“ Diese naheliegende Frage scheint der Verf. sich indess nicht aufgeworfen zu haben. ״Genug, — heisst es S. 73 — der Zug wendet sich nun in nördlicher Hauptrichtung nach dem südwestlichen Th eile Emoräa’s, einer weiten, offenen Landschaft, mit sanften, lieblichen Berggruppen und frischbegrünten, üppigen Weideflächen. — In ihrem ferneren Laufe passirten die Israeliten vermuthlich Wadi el־Ain, durch״ schnitten dann das Wadi el-Abiad, die damalige Grenzscheide zwischen dem peträischen Arabien und Südwest־Emoräa, und lagerten sich endlich auf den langersehnten, grünen Rasengefilden des gelobten Landes: 1) bei Rithma“ (4. Mos. 33, 18). Rithina ist also nicht, wie bisher geglaubt wurde, ein Lagerort in der Wüste , sondern eine später dem St. Simeon verliehene Stadt. Ritlima ist nämlich nichts Anderes als das umgekehrte Ram.oth und identisch mit Ramath Ne geh (Jos. 19, 8).! Nachdem der Verf. diese glückliche Entdeckung gemacht und die Israeliten aus der 40jährigen Verbannung in die Wüste vielmehr sofort nach dem südlichen Palästina versetzt hat, verfolgt er ihren Zug nach dem Lagerregister 4. Mos. 33 weiter: ״Von Rithma aus mochten sich nun. die Israeliten in äusserst kurzen Tagemärschen nach Norden bewegen. Da sie wahrschein־ lieh nirgends auf Widerstand stiessen, so konnten sie mit Muse und Bequemlichkeit ihre He er den weiden und sich den Genüssen und Annehmlichkeiten, welche sich ihnen in diesen weiten Fruchtgebilden■ darboten, nach Lust und Gefallen hingeben, Allern Vermuthen nach rasteten sie auch längere Zeit in der Nähe der Städte Elusa, jetzt Ohalas ah (wahrscheinlich das alte Ohazar Schualj Jos. 15, 28. 19, 3. 1. Chron. 4, 28), und Beer Scheba Frankel, Monatsschrift. X. 6. .19

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