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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1861-01-01 · Heft 6 · p. Seite 224

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
10 (1861)
Issue
Heft 6
Article
Über den Verfasser des Nischmath und das Alter der Piutim
Date
1861-01-01
Page
Seite 224 (sequence 13)
Language
German
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IRI
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224 Abgaben, welche die Juden im Burgau zur Kenntniss 144, wo die Stellen angeführt sind.) Hingegen haben die . neueren Kabbalisten und die Chassidim in Polen den spanischen Ritus dem deutschen vorgezogen., und R. Nathan Adler wollte auch den spanischen Ritus in Frankfurt a./M. einführen, wie R. Moses Sofer, Chathain Sofer. 0. Oh. Brief 15, erzählt. Abgaben, welche die Juden im Burgau zu bezahlen hatten. Urkundlich mitgetheilt von G. W 01 f, Der Bergmann, der in den Eingeweiden der Erde herumwühlt, ruft ein Glück auf, wenn er einen Schacht entdeckt; der Geschichtsforscher, welcher in verstaubten, vergilbten Urkunden studirt, freut sich nicht minder, wenn er etwas Neues und Interessantes entdeckt. Dem jüdischen Geschichtsforscher wird diese Freude des Findens öfters schwer vergällt, denn der Fund gibt gewöhnlich einen neuen Beweis für die Härte und Grausamkeit der Christen gegen die Juden. Ein erhebendes Moment• bieten jedoch diese Forschungen: Sie zeugen von der wahrhaft sittlieben Grösse der Juden und von der reinigenden und läuternden Kraft des Judenthums. Wie käme es sonst, dass hei - der raffinirten Tücke und Bosheit von Aussenj-das jüdische Volk weich und gutmüthig geblieben ist? Aller Bedrückungen zum Trotze behielt der Geist der Juden stete Spannkraft, ungeachtet aller Gelderpressungen haben sie stets offene Hand gehabt, um• das Elend zu mildern und zu lindern. Sonderbar genug, beschuldigte man die Juden der Habgier, während man alle möglichen Mittel anwendete, um die Sparpfennige des Juden־ in gesetzlicher oder ungesetzlicher Weise herauszulocken und zu fordern. Wir bringen hier einen Beitrag zu den Jud’ensteuern, welche die Juden im Burgau noch im Jahre 1782 zu entrichten hatten. Ausser den Steuern, die sie zu Hause bezahlen mussten, waren sie auch genöthigt, überall Steuer zu zahlen, wohin sie reisten und sich zeitweilig aufhielten. Jedes Land, jedes Ländchen, jede Stadt, jedes Dorf forderte seinen Preis, wenn ein Jude daselbst athmen wollte. Es ist bekannt, dass die Juden Begleitung zu ihrer Bescliützang erhielten, welche sie bezahlen mussten. In Nürnberg bestand diese Begleitung — wie aus beiliegendem, Documente liervorgelit — aus einem alten Weibe. . '

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