Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 10 (1861)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Über den Verfasser des Nischmath und das Alter der Piutim
- Date
- 1861-01-01
- Page
- Seite 221 (sequence 10)
- Language
- German
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und das Alter der Piutim, 221 Denn gleichwie sie in Adam alle sterben,, also werden sie in Cliristo Alle lebendig gemacht werden u. 8. w." Wahrlich, es Hessen sich diese Parallelen noch weiter nachweisen; aber wir glauben, dass der Leser, der uns bisher aufmerksam gefolgt, das Uebrige leicht selbst ergänzen und auch die inneren Gründe billigen wird, warum die ebionitisch gefärbte Sage im לתולדות ישן die da, als Opposition gegen Paulus, das paulinische Christenthum von Petrus verleugnen und revociren lässt, gerade das Gebet Nischinath. zum Behufe dieser Revocation und Negation gewählt hat. Die Wahl konnte, wie jedermann zugeben muss, nicht besser getroffen werden — und ein Ebionit konnte leicht dieses Gebet auf Petrus (wie dessen Lehre in den kl einen tinischen Homilien z. B. dargestellt wird) übertragen und ihm diesen Protest gegen Paulus in den Mund legen. Wir lassen die Wahrheit dieser Sage völligdahingestellt, ob wirklich SimonKephas, oder.einEbionit, oder endlic11 Simon ben Schetach das Nischinath verfasst habe5 aber immerhin ist es bemerkenswert!!, dass dasselbe für die Liturgie des P68ach am Schlüsse des Hallel bestimmt wurde, wodurch, die demselben vindicirte Negation der Hauptlehren der Christliehen Dogmatik und Erlösungsidee viel an Wahrscheinlichkeit gewinnt,■und wobei das ליי אלו־לים אמת, הלא אל“יס חיים, לא ימס ולא יישן וכל׳ nicht zutreffender gewählt werden konnte. Jedenfalls ist es gewiss und sichergestellt, dass die geistreiche Gonjectur des II. Gr ätz, dass ungefähr im 8. Jahrhundert ein R. Simon b. Kaipha als Dichter und Liturgist geblüht, keinen eigentliehen Halt habe. Unter ,diesem Namen ist immer der Apostel Petrus gemeint, der auch bei Wagen8eil p. 23 einmal רבי ■שמעון קיפא-und p. 21 &שמעון בן קיפ genannt wird?). , Die Anfänge der neuhebräischen Poesie lassen ■sieh wohl nicht mehr genau und mit Gewissheit angeben, da wir viele Gebete und Piutim lialien, die von der Saburäer-Periode, zwisehen dem 5ten und 6ten Jahrhundert, herdatiren. Wir nennen J) Eine ähnliche Sage von einem Apostaten Andreas, der ebenfalls liturgische Gebete verfasst haben soll, und die von seinen Zeitgenossen ein geführt wurden, weil sich der Apostat gegen seine Sfcammesgenossen wohlwollend und brüderlich zeigte, führt auch 11. Landshut, Amüda Aboda I, 46, an. Bekanntlich liless auch der Bruder des Petrus Andreas?! Frankel, Monatsschrift. X. 6. 18