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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1861-01-01 · Heft 6 · p. Seite 219

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
10 (1861)
Issue
Heft 6
Article
Über den Verfasser des Nischmath und das Alter der Piutim
Date
1861-01-01
Page
Seite 219 (sequence 8)
Language
German
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219; und das Alter der Piutim. versöhnet mit dem Leibe seines Fleisches durch den Tod u. 8. w.“ — Frei von allen dogmatischen Fesseln, die da erst den Mensehen zum Sclaven der Hölle und der Finsterniss machen, um ihn dann zu erlösen und in. das Reich des Lichtes zu versetzen, stimmt unser Lied einen höheren Ton an, in dem auch alle Geschöpfe.und Kreaturen froh übereinstimmen, weil sie in dem Allvater von Ewigkeit zu Ewigkeit ihren Erlöser und Retter, der da die Todten auferwecket und י fortwährend Wunder ohne Zahl thut , innig verehren. •־ ^נשמת כל הי תברך לכו׳״Der Odem alles Lebenden lobe deinen Namen, o Herr, unser Gott, und der. Geist aller Kreaturen verherrliche, o König, deinen Ruhm. מן העולם וכר• Von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du, o Gott, und ausser dir gibt es keinen Erlöser und Helfer, der da erlöset und errettet, und sich erbarmet.in jeglicher Zeit der Nofh; wir haben keinen König ausser dir. אלחי הראשונים ופו׳^ Gott der Vorwelt und der Nachwelt, Schöpfer aller Kreaturen, der da seine Welt lenkt in seiner Gnade, und seine Geschöpfe alle in Barmherzigkeit und Liebe. ליי/ לא ינום ולא יישן המעורר׳ וכר• Gott, der schläft nicht und schlummert nicht: er ist’s, der da weckt die Schlafenden, belebt die Todten (nach spanischem Ritus מחיה מתים) - löset die Gebundenen und richtet auf die Gebeugten u. 8. w. u. 8. w. Du hast, o Herr, uns aus Mizraim erlöset u. 8. w. Bis hieher .hast du uns geholfen in deiner Barmherzigkeit, uns nicht verlassen in deiner milden Huld. . Darum sollen die Glieder, die du uns gegeben, Geist und Seele, die du uns eingehaucht u. 8. w. sollen ■dir danken und preisen deinen herrlichen Namen. Denn jeder Mund soll dir danken, jede Zunge dir schwören, jedes Knie dir beugen u. 8. w. u. 8. w. Wer ist dir gleich? Wer dir ähnlich? Wer kommt nur irgend in Vergleich mit dir? Mit dir — dem grossen, allmächtigen, furchtbaren Gott, dem Allerhöchsten, Schöpfer des Himmels und der Erde■ u. 8. w." — Wir ■haben hier zwei Gegenstücke an einander gereiht, welche sich wechselseitig beleuchten, und jeder Unbefangene wird gestehen, dass der Vergleich zu Gunsten des Nis'chmath ausfallen muss, weil hier die erhabensten Begriffe von Gött, dem Schöpfer des Alls., der da ist gegen alle seine Geschöpfe barmherzig, gnädig, langmütliig und reich an Huld und Treue (2. B. M. *34, 6) — und von dem Verhältnisse der Mensehen zum Allvater, der stets durch alle Zeiten und Jahrhunderte

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