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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1861-01-01 · Heft 4 · p. Seite 150

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
10 (1861)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1861-01-01
Page
Seite 150 (sequence 2)
Language
German
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150 ßecensionen und Anzeigen. Wer sollte Tön Wem abgesehrieben haben? Hierzu kommt, dass wir die Wörtlichkeit dieser beiden Uebersetzungen zu diesem Verse gar nicht finden. , Der Chaldäer zieht das יהד zu שבטי ישראל, während der Syrer es mit dem vorhergehenden ראשי עם verbindet, und das folgende שבטי ישראל durch das copulative Waw anknüpft. —: Der Verf. in seiner allzu kühlen objectiven Vergleichung ist zu wenig auf den Geist, der in den yerschiedenen alten Heb er Setzungen waltet, eingegangen; Bemerkungen wie ״diese Hebers, zieht das Wort hinauf" oder ״setzt dieses Wort zu," genügen nicht, wenn dem Grunde nicht nachgespürt wird, warum der Hebersetzer dieses gethan, sonst hat eine solche noch so sorgfältige Vergleichung nur für den einen Werth, der sich nicht in dem Besitze einer Polyglotte befindet. ״Auffallend — sagt der Verf. 8. 18 — mag es erscheinen, dass die Targumim in diesem Abschnitte so oft wiederholen: Moses, der Prophet Gottes, segnete." Das Auffallende schwindet, wenn man erwägt, dass die Targumim aus gottesdienstlichen Vorträgen entstanden sind, und dass der Methurgeman, um die Zuhörer aufmerksam zu erhalten, dergleichen Zusätze oder Anreden, wie das bekannte עטי בני ישראל, einschaltete. — Auch das Verhältniss des Targ. hieros. zum Targ. Jonathan und Onkelos wird in dem vorliegenden Werkchen nicht ganz klar, während dies doch seit der Dissertatio des Dr. Seligsohn: ״De duabus hierosolymitanis Pentateuchi paraphrasibus" ziemlich festgestellt ist. Wenn der Verf. 8. 55, sagt: ״Jon. b. Usiel unterscheidet sich hier merklich vom Targ. Jeruschalmi; während Ersteres die oben angezogene talmudische Erklärungsweise vollständig entwickelt, neigt sich Letzteres ganz und gar dem Chaldäer hin," so bestätigt dies nur die in der genannten Dissertation ausgesprochene und bewiesene Ansicht, dass das T. hieros. nicht ein Glossar zu Jonathan, sondern zu Onkelos sei. Eine sehr willkommene Gabe hat der Verf. den Bibelforschern dadurch dargereicht, dass er zu jedem Verse des behaudelten Abschnittes die arab. Heb Ersetzung des Saadja anführt. Durch ihn gewinnt so manche dunkle Stelle im Commentar des Ihn Esra, der oft gegen Saadja —׳ auch ohne ihn zu nennen — polemisirt, erst das rechte Licht. So sind im Vers 7 die יש אומרים Niemand anders als Saadja; und zu V. 12 übersetzt Ibn Esra ihn wörtlich. Zu vergleichen ist noch I. Esra zu V. 8, wo

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