Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 10 (1861)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Ansichten altgriechischer Weisen im Talmud
- Date
- 1861-01-01
- Page
- Seite 147 (sequence 3)
- Language
- German
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Ansichten altgriechischer Weisen im Talmud. 147 aber ihr übriges Leben hindurch sich reuig zeigten, oder auf diese oder irgend andere Weise zu Mördern wurden, diese müssen zwar nöthwendig in den Tartaros gerathen, nachdem sie aber-ein Jahr dort verweilten, wirft die Woge sie heraus, die Mörder in den Kokytos u. 8. w. — — da rufen sie die herbei, gegen die sie gefrevelt u. 8. w. Ueberreden sie dieselden, dann steigen sie aus und sind ihrer Leiden quitt, wo aber nicht, dann werden sie wieder nach dem Tartaros geführt, und das hört nicht auf, als bis sie die, an denen sie sich vergangen, überredeten u. 8. w.“ (Vergi. פושעו ישראל בגופן ופושעי א״־ע בגופן יוררין לגיהנם ונירונין כה שנים י עשר הורש, לאחר שנים עשר הורש גופן «־1ה ונשמתן נשרפה [וגיהנם פולטתן] ורוח מפזרתן תחת כפות רגלי צדיקים. v;e Worte פושעים בגופן könnten, abgesehen von der in der Gexnara darüber gegebenen Erklärung, auch ursprünglich den Sinn gehabt haben, dass sie die Sünde nur mit dem Körper begingen, ohne vorgängige Ueberlegung, die also durch zwölfmonatlichen Aufenthalt im Gehinom gesühnt werden kann, wenn Reue erfolgt ist; war diese aber nicht erfolgt, so wirft sie das Gehinom nach 12 Monaten aus, und sie gerathen unter die Fusssohlen der Gerechten, gegen die sie sich vergangen, und werden Asche unter deren Russe, d. h. zerstieben in Nichts im Gefühle ihrer Schuld. Die Schwierigkeit, ob die ganze Stelle sich blos auf Diejenigen beziehet, die keine Reue bewiesen — wie Tosafoth 8. v. קלקפתא meint, wel- . che8 aber J.Pinto nicht ganz zugeben will—wäre dadurch gehoben. Es soll in Obigem nicht behauptet werden, dass jene Beraitha dem Plato geradehin entnommen sei, sondern die Aehnliehkeit, und dass durch solche Parallelisirung manches Dunkle an Verständniss gewinnt, sei blos constatirt. So hat auch die Stelle Joma 20b: אמל ל' ללי מפני מך; אין קולו• של *•הרכס נשמע ביובם כדרך שנשמע בלילה? מפני גלגל המה שמנסר ברקיע כהרש המנסר בארוים והאי הירגא דיומא (פיר״שי: פסו^רת הנסורוה והו*-»* נחי*ה בעמוד שר־£ המרה דיומא ממש also 'Sonnnenstäubchen) לא שמיה (wo dann auf Dan. 4, 32 hingewiesen wird; an welcher Stelle es aber nach unserer Lesart nicht כלא? sondern ,כלך heisst) zeither nur ungenügende Erklärungen gefunden. Der Talmudgelehrte Rabbi Simon Ausch in Prag machte mich aufmerksam, dass Alexander v. H umbol dt (kleinere Schriften Bd. X, S. 380) eine Stelle aus Aristo-