Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1861-01-01 · Heft 4 · p. Seite 146

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
10 (1861)
Issue
Heft 4
Article
Ansichten altgriechischer Weisen im Talmud
Date
1861-01-01
Page
Seite 146 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2829132-2829262-2829267-2857676--06014-2857719
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

146 Ansichten altgriechischer Weisen im Talm ud. So findet auch die Annahme von drei -K'ategorieen, über welche am himmlischen Gerichtstage das Urtheil gesprochen wird (Rosch haschana 16b) צדיקים גמורים, רשעים גמורים ובינוניים ihr Analogon in Plato*s Phädon p. 62 (113). — Dort heisst es|: ״Bei solcher Gestaltung der Dinge werden zuerst die Verstorbenen — — durch Urtheilssprüche geschieden, 1) die ein schönes und heiliges Leben, und 2) die es nicht führen. Und 2) diejenigen, über die etwa erkannt wird, dass sie im Leben die Mitte hielten; Letztere wandern nach dem Acheron —- — schlagen dort ihre Wohnung auf und werden, durch erlittene Strafe gereinigt, sowohl von des Frevels Schuld, wenn einer irgend frevelte, befreiet, als empfangen auch, jeder nach Verdienst, den Lohn ihrer Handlungen.“ (Entsprechend dem בינוניים ויךףרן לגיהנם ומצפצפין ועולין [ומתרפאין] - - ורב הסד מטרת כלפי הסר. VgL Tosifta Synhedrin c. 13.) Bei Plato heisst es weiter;..,,Diejenigen aber, deren Zustand, wegen der Grösse ihrer Verbrechen, als ein unheilbarer erkannt wird, indem sie vielfachen und bedeutenden Tempelraub begangen oder viele ungerechte und gesetzwidrige Mordthaten oder ,Verbrechen ähnlicher Art verübten, diese schleudert ihr verdientes Schicksal in den Tartaros, den sie nimmer wieder verlassen.“ . (Man vergl. damit die Worte: המוסרים והאפיקורסין והכופרים בחורה ובתחיית המתים וכר ושנתנו היתיסם בארץ חיים וכי יוררין לגיהנם ונירונין בה להרי דורות - - וכל כך זבור1 אלא בירת הכוקרש. pNn 1כופני שפשטו ידיהם בובוה־ rr0S Wer findet hier nicht das i] IsQocvUag ltollag %ul fisyaXccg des Plato?0) ׳— Was unter שנתנו היתיתם בארץ חיים verstanden werde, ist schon der Gemara nicht recht klar, und soll es sich auf ״hochmüthige Vorgesetzte“ beziehen; die Worte bei Plato r\ 06vovg dölnog lassen auf ״mordgierige ungesetzliche Herrscher“ schliessen, weiches dem □שנחנו היתיחם בארץ היי io Ezech. 32, 23. 24 und 26 entspricht und in den Zusammenhang der Beraitha, wo dann der ob e am erwähnt wird, hinpasst.) — Plato fährt fort: ״doch die, von denen man erkannte, dass sie zwar grosse aber heilbare Verbrechen begingen, indem sie zum Beispiel im Zorne gegen Vater oder Mutter irgend eine Gewaltthätigkeit verübten, *) Rach unserer Ansicht beziehet diese Stelle auf die Judenchristen, worüber mehr an einem anderen Orte. D. R.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.