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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1861-01-01 · Heft 3 · p. Seite 115

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
10 (1861)
Issue
Heft 3
Article
Erklärung des vierunddreissigsten Kapitels im Jecheskeel
Date
1861-01-01
Page
Seite 115 (sequence 5)
Language
German
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Erklärung des 34. Kap, im Jeclieskeel. ' 115• keel und seinen Prophezeiungen zu reden sich fürchtete und einer Ermuthigung he durfte, um zttm;Propheten zu gehen0). Demnach enthält der erste'Abschnitt, des Kap. 34 (V. 1—10) eine kurze aber sehr malerische Schilderung des Zuges der von Judäa nach Babylon fortgeführten Juden, wie ihrer gar Viele durch die schonungslose Härte der Treiber auf dein *Wege schwach, krank, verwundet wurden, ohne dass man Rücksicht auf sie nahm, wie gar Viele auf unwegsamen Pfaden und auf den Bergen sich verirrten, ohne zum Hauptzuge zurückgeführt zu werden, wie Viele vermisst wurden, ohne aufgesucht zu werden, so. dass der Zug überallhin durch das ganze Land (vom Jordan bis zun! Euphrat) versprengt wurde oder wenigstens überall Glieder zurüekliess, die dort ein Raub der Thiere des Feldes (s. Jes. 56, 9), d. i. der rohen Einwohner wurden. Die Reichen oder, um hei dem Bilde zu bleiben, die.*fetten Schafe, wurden natürlich von den chaldäiscben Hirten nicht ausser Au~ gen gelassen, weil ilir Reichthum gute Nahrung •und wollige Kleidung den Hirten bot. Die Strafe aber, die der Prophet diesen selbstsüchtigen Hirten verkündet, ist der Vorsicht halber' nur kurz angedeutet. Ich werde ihnen ein Ende machen* dass sie keine Schafe mehr weiden, d. h. Babel wird bald aufhören, das herrschende V01k zu sein. ■־■־■׳ Der zweite Theil (V. 11—16) verlieisst das Gegenstück zu ־dem ersten, nämlich die schonungs volle und fürsorgliche Zurückfuhrung■ der Heerde Israel durch ihren einzigen Hirten, durch Gott. . Schön ist der Ausdruck (V. 12), wohin sie versprengt wurden am Tage des Gewölks und des Unwetters, womit der göttliche Zorn angedeutet wird, welcher die Israeliten־ verfolgte und zerstreute,. anstatt dass ehemals die Licht- und . Wolkensäule der Gnade dem Zuge desselben Volkes führend־ voranging. Sind nun die Fürsten und Führer der Völker mit Hirten *) Diesen Worten liegt nach dem ganzen dortigen Zusammenhänge ein anderer Sinn zu Grunde.• Es ist eine heimliche spöttische gegenseitige Aufforderung, zum Propheten zu gehen. •Auch scheint es sehr, gewagt, c. 34 auf Nebukadnezar 11. s. w. zu beziehen, da V. 2 רועי bn ישרא5^ אשר .חיל רעים א וחם offenbar israelitische Könige und Fürsten als Object der Prophetie hinstellt. D. R.

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