Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Bericht über die Arbeiten des Verwaltungsrathes der asiatischen Gesellschaft während des Jahres 1859-1860
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 470 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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470. Wissenschaftliche Aufsätze, man einen Th eil der etymologischen Bezeichnungen nothwendiger Weise dadurch verwischt. Wir scheu, welchen Widerstand das Frauzösische und das Englische orthographischen und phonetischen Veräuderungen entgegenstellt, die weniger redikal find als die Annahme fremder Schristzüge;. denn die Schrift ist für eine Sprache nicht sowohl ein Kleid, das man nach Belieben wechselt, als vielmehr eine Haut, der man sich nicht ungestraft entledigen kann, Aber wenn, diese Arbeiten der Absicht ihrer Verfasser nicht ganz, entsprechen, werden sie doch dazu dienen,, ein wünschenswerthes Resultat zu erzielen, daß man nämlich ein Umschreibungs-Alphabet .ausarbeite, das. vollständig genug wäre, um von allen EmopätW. benutzt .zu werden, als eine genaue und gleichförmige Umschreibung der Eigennamen und der den orientalischen Sprachen entlehnten Wörtern oder Wortvrr« bindnngen, die in den europäischen Werken angeführt werden, vielleicht sogar für den Druck einiger für die Europäer bestimmten Texte, deren Wiedergabe in den Originaltypen zu^kostspielig wäre. Das Journal des Indischen Archipelagus hat seine zweite Serie begonnen. Es ist das eine höchst interessante Sainmlung, die in Europa viel zu wenig gekannt ist, und deren Veröffentlichung Herr Loga» mit einer über alles Lob erhabenen Ausopserung und Klarheit fortfetzt. Den Hauptinhalt des Journals bilden Aufsätze über Geschichte, : Geographie, Erzeugnisse, und Ge« wohnheiten der Inseln des Indischen Archipelagus; diesen Aufsätzen reiht Herr Logan als Beilagen Theile eines größeren Werkes über die Ethnologie dieser Inseln - und des indochinesischen Theiles vom Continent; in steter Aufeinanderfolge an. Die literarische und wissenschaftliche Gesellschaft in Schanghai hat die Veröffentlichung ihres Journals begonnen; ich habe davon bis jetzt nur das erste Heft zu Gesichte bekommen , dessen Inhalt die Hoffnungen rechtfertigt, die man in eine, für das Studium China's so günstig situirte Gesellschaftfetzen durfte, welche außerdem eine Anzahl Männer, die durch ihre Kenntniß der chinesischen Literatur -ausgezeichnet sind, in ihrem Schoße zählt. Es kann nicht zu oft hervorgehoben werden, wie wünschenswerth das thätigc Fortsetzen dieser Sammlung ist. Es ist mir leider nichts davon beformt, daß die Gesellschaft ihr.Journal Europa zugänglich gemacht habe. ,.Man -begreift wirklich nicht, -daß es so schwer sein sollte, die,astatischen Gesellschaften im Orient, -davon zu überzeugen, wie wichtig es sowohl-für sie, als für uns sei, daß die Arbeiten derselben in Europa Bexbreitung finden. Es muß leicht sein, in Lon-