Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Mosaisches Recht und Hindurecht
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 410 (sequence 5)
- Language
- German
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m Mosaisches Recht-MK Hindurecht. terrichr erhalten, verstanden5). Die: fleischliche Vermischung mit der Frau des Vaters wird׳ als eines der vier, größten Verbrechen betrachtet^), und mit Brandmarkung mit einem glühenden Eisen auf die Stirne bestraft. Einen solchen Verbrecher müß Jedermann meiden. Niemand darf mit ihin isM׳ Wt) Wernst^'me» mand mit ihm lesen oder sich verschwägerst u. s. w. (8, 237 — 239). — Die Schwester von derselben Mutteri Die T o Pt e r v o n sei nes V ater s Sch Wester. D ist Doch t er v on sein er Mutter Schwester. Die To chterseines Onkels v o n m ü tt e r l i ch e r S e i t e. ׳ Die Vermischung ׳ mit der Schwester von derselben Mutter׳ ist säst ebenso HndhD ׳ wie die Verletzung des väterlichen -Bettes (11, 59. -171) st tmd von den anderen dreien^-rwirdstfgssägb7st,Ktzmst.vimlÄnMsr)׳MeDch wird eine von diesen zur Frau nehmen) sie dürfen Wegen Wr nahen Verwandtschaft nicht geehelicht werden: wer eine derselben heirathet, stürzt in die höllischen GegenW" (11, 172. 173), st- Man darf überhaupt nur Jene ehelichen, welche nicht von denselben Vorfahren bis ins sechste Glied abstammt ^). — Der jüngere Bruder darf nicht heirathen vor dem alleren Bruder, und die jüngere Schwester nicht vor der älteren Schwester (3, 145. 160). Die Frau des älteren BrudersiwirdsalSsdieSchivfe« germutter des jüngern Bruders betrachtet; die Frau des jüngern als die Schwiegertochter des älteren Bruders (9, 57). Eine Wittwe darf nicht heirathen: Der mit der Wittwe erzeugte Sohn ist ein G ol aka, und auf einer Stufe mit. dein Kunda, dem im Ehebrüche Erzeugten (3, 174: 475)7 Eme Ausnahme bildet, wie weiter erwähnt werden wird, die kinderlose Wittwe®).;; S) Das Ü Buch des Menu bespricht ausführlich das Verhältniß des Schülers zum Lehrer. ' ' , 1) Die vier größten Verbrecher sind: der Mörder eines'Priesters; der Bramine, Kshatriya, Vaisya, der destillirte Getränke trinkt;׳Wer einem. Bräminen. Gold entwendet; .Wer das Bett seines geistigen oder natürlichen Vaters befleckt. 3, 235 (vgl. die Anmerkung Lei Loiseleux) Mchich«.,WMi...; - 2) 3, 5. Vater, Großvater und noch vier Vorfahren in aufsteigender Linie (und. ebenso sechs Generationen in absteigender Linie) werden genannt Sapindas; für sie wird der TodtenknchenPinda — gebracht. Vgl. ׳den Commentar bei Loiseleur zu L, 60. Und diesem gemäß reicht die Verwandtlchaft bis (ausschließlich) zum siebenten Geschlecht hinauf, 5, 60. — . 3 ׳) Der Menu kennt noch nicht das früher in Indien cherrschtüde׳ grausame Gesetz, daß die Wittwe. beim Tode des Mannes den Scheiterhaufen besteige. Vgl. Loiseleur zu 5, 157. ' - :v