Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1860-01-01 · Heft 9 · p. Seite 358

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 9
Article
Die jüdische Hochzeit in nachbiblischer Zeit
Date
1860-01-01
Page
Seite 358 (sequence 20)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
84% known words query
IRI
…/2829132-2829248-2829258-2857333--05675-2857380
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

388 Wissenschaftliche Aufsätze. Ueber die Heirathsceremonien in Bagdad, Persien und Nordafrika berichtet Beniamin. dessen Nachrichten<nur mit großer Vorsicht aufzunehmen sind, in seinem sogenannten Reisewerke (Acht Jahre in Asien und Afrika S.'l ll —112. 289 — 270; 276 — 277). Im Ganzen und Großen zeigen die von ihm mitgetheilten Gebräuche eine gewisse Verwandtschaft mit den Hochzeitsceremonien der Orientaten überhaupt (vgl. Mouradgea d’Ohsson, tableau general de l’Empire Othoman tom. IV p. 333 sqq.) Die Hochzeitsgebräuche der Inden in den. europäischen Ländern differiren, so weit die vorhandenen Quellen ein Urtheil gestalten, nicht sehr bedeutend von einander. Daß sich hie" und da die Sitte des betreffenden Landes auch in die Synagoge den Weg bahnte,, ist selbstverständlich, die Unterschiede׳ sind größtentheils liturgischer Art. Solcher liturgischen Einzelnhejten erwähnt Abudraham (ה׳ ברכות ed. Constpl. 1513 p. 97 b) einige speciell von den Gemeinden zu Sevilla, Toledo und anderen spanischen Städten. Die Hochzeitsceremomen der deutschen Juden im Mittelalter beschreibt R Eleasar b. Jehuda aus Worms (356 — 351 .§ רוקח). Als besonders eigenthümlich erscheint in ihnen, daß die Hochzeit gewöhn- ' lich an dem der Venus, Freia (׳(נוגה gewidmeten Freitage gefeiert wird. Wenn die Braut ihren Einzug in das Haus des Bräutigams hält, so geht ihr dieser bis an das Thor entgegen, ergreift ihre Hand und legt dieselbe auf die obere Thürpsoste, wahrscheinlich aus demselben Grunde, aus dem die Römer der von den Para- Nymphen über die Schwelle gehobenen Braut die Schlüssel" überreichten, um sie als Herrin des Hauses zu proclamiren. Nach der Trauung nimmt das Brautpaar eine Mahlzeit ein, dessen Hauptbestandtheile Honig und Käse sind, mit Rücksicht auf den Spruch: ״Honig und Milch ist unter Deiner Zunge". Außer den Frucht-, körncrn wird auch Salz im Hochzeitshause umhergestreut, um den eben geschlossenen Bund zu einem בריח סלח עולם , zu einem dauernden, unauflösbaren Bunde zu stempeln. An dem, auf den Hochzeitstag folgenden Sonnabend überreicht der neue Ehegatte unmittel- וחקה בידה םיי<- וחצא במחול לפני האנשים והנשים בתועבה ר,זו. ו8א יעלה בדעת שמפני היותה בלה הותיר, לד, אפור תורה א״אב יתנצלו בזה בהיותם פומבים על המנהג לאמר בך נהגו כמו.שיחנצלו בזולתו. ובבר היה זה נעשה במצרים והיו נכשלים בו גדולים עד שבטלנו אותו ומהינו זנח. וכן היה החתן יוצא לאשר, המקשטת תקשט אות, ,זה מכלל עדי האשד, .... .. ופן התינוקות לפעמים יקשטו אותו בקשוטי הנשים ויצבעו ידיהם בצבע שצובעוח בו הנשים ידיהם. וזר, חדרך עקומה ודרך ,חטאים תעשה בפרהסיא בבתי ננסיות בתיך קהל ועדה מישראל. במועדי ה׳ ונו,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.