Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Die jüdische Hochzeit in nachbiblischer Zeit
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 349 (sequence 11)
- Language
- German
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349 Wissenschaftliche Aufsätze. Pirke di R. Elieser (c. 16: וכרוון שהוא עומר וטברך אה הכלה בחופתה כך עמדו וברכו את רבקה) . gefunden zu haben. In der biblischen Zeit wird das Brautpaar non den Eltern, VerwandtM (Gen. 24. 60) und von dem anwesenden Volke gesegnet (Ruth 4, 11). Tobias 7, 13 sagt der griechische Text, daß Naguel das neue Ehepaar segnete, ohne die Formel des Segens anzugeben, dagegen hat die lateinische Uebersetznng (7, 15): et apprehendens dexteram filiae suae, dextrae Tobiae tradidit, dicens: Deus Abraham et Deus Isaae et Deus Jacob vobiscum sit et ipse conjungat vos, impleatque beuedictiouem suarn in vobis3 4 5). Der Gebrauch des Trauringes, der keinen Edelstein enthalten Lars (vgl. כל בו ה' אשוח;טררכי קדושין פ״א) wurde offenbar von den Römern entlehnt, bei denen der Bräutigam seiner Braut einen eisernen Ring ohne Edelstein zu schicken pflegte (Plin. H. N. XXXII, 1). Bei den Griechen läßt sich der Ring nicht nachweisen (Herrmann 1. c, III §. 30, 21), bei den Mohammedanern kommt er dagegen vor (Chardin l. c. p. 262). In der christlichen Kirche ist der Trauring erst im zehnten Jahrhundert zu bemerken, während bei der Verlobung schon in den ersten christlichen Jahr- Hunderten der Jüngling seiner Erkorene» einen goldenen Ring als Unterpfand ihrer baldige», engeren Verbindung überreichte (Tertullian Apolog. c. 6; Clement. Alex. Paedag. III, 11). Die Sitte, daß die Braut vor der Trauung ihres Haarschmuckes beraubt wurde, die übrigens auch bei den Griechen vorkommt (Pausan I, 43, 4; Stat. Theb. II, 255) kennt der Talmud noch nichts. Moses Alaschkar, ein gelehrter Rabbiner des sechzehnten Jahrhunderts, eifert in einem nach Tlemesan gerichteten Sendschreiben (ש״וח מהר״ם אלאשקר Nr. 35) gegen diese Sitte, indem er bemerkt, daß die jüdischen Frauen in den Ländern des Islam seit uralten Zeiten ihren Haarschmuck zur Schau tragen und in den christlichen Reichen ihn auch etwa nicht aus religiösen Gründen, sondern bloß deßhalb verhüllen, weil sie sich der allgemeinen Sitte fügen, die auch den christlichen Ehefrauen das Verdecken der Haare gebietet3). 3) lieber ברכת חתנים vgl. Keth. 7 a sqq. 4) Die Stelle in M. Semachoth c. VIII: כותרין שערות של בלות ונוגלין פניהם ואין חוששין משום דרכי האמורי.של חתנים, handelt bloß von der Bestattung der im Brautstande Verstorbenen; Vgl. Mvöd Kat. 27«: בראשונה היו מכלים פני עשירים וכוי. 5) Ich stelle die Hauptstellen aus dein langen und interessanten Gutachten zur Vergleichung hieher: ובואו וג3ןוה על אילו האוסרים אותו שער לאשת כתו׳