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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1860-01-01 · Heft 6 · p. Seite 210

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 6
Article
Etwas über den Einfluß der jüdischen Philosophie auf die christliche Scholastik
Date
1860-01-01
Page
Seite 210 (sequence 6)
Language
German
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210 Etwas üb. d. Einfluß d. jüd. Philosophie aus d. christl.Scholastik. geht^); so ssi es doch unläugbar, daß gerade die bedeutenderen und tieferen Geister die ehrenvollsten und mit Erfolg gekrönten Anstrengungen gemacht hatten, den entschieden höheren philosophifchen Standpunkt , den sie durch die Bibel einnahmen, zu behauptm und den Artstotelismus nur zu benutzen, um das was in der Weise der Vorstellung in der heiligen Schrift niedergelegt war. in Gedankenform 'umzusetzen und mit dem philosophischen Zeitbewußtftin auszugleichen. Maimonides' Arbeiten in bicfer Richtung, imponirend - wie sie noch heute sind, mußten damals nicht blos für Juden maßgebend sein und die Nacheiferung erwecken, sondern auch die Häupter der Scholastischen Doktoren konnten, wie von Jbn-Sina und Anderen den Aristotelismus, so von Maimonides eine selbstständige Haltung diesem gegenüber lernen. Und in der That läßt sich sein Einfluß auf Albert und Thomas in augenfälliger Weise darthun. Daß Thomas von Aquino den Maimonides in einer Lateinischen Uebersetzung gelesen, daß es also eine viel altere Uebersetzung als die aus dem 16. Jahrhundert gegeben habe, müßten wir demnach vermuthen,' auch wenn es nicht bezeugt wäre. Aber die Sache ist bezeugt^) und wir heben daher die wichtigsten Punkte hervor, 8) Die in ihrem Pragmatismus zu Anfänge etwas wunderliche Stelle lautet (Jourdain S. 827, Note 2): Postquam autein Judaci Chaläacis sive Babyloniis et genti Arabum commixti sunt, ea (?) miscuerunt se studiis eorum et-philosopMae, et secuti sunt opiniones philosophoriim, nescientes legis suae credulitates et Abrahae fidem contra disputationes eorum et rationes defendcrc. Hinc est quod facti sunt in lege erronei et in fiele ipsius Abrahae haeretici, maxi me postquam regnum Saräeenorum diffusum est super habitationem eorum. Exinde autem aeternitateni mundi et alios Aristotelis error es secuti sunt multi eorum. Hinc est quod pauci veri Judaei, hoc est qui non in partc aliqua c-rcdulitatis suae Saraceni sunt aut Aristotelicis consentientes errorlbus, in terra Saracenorum inveniantur de bis qui inter phiiosopbos commoraniur (Wohl commemorantur). B Die Thatsache, daß eine alte lateinische Uebersetzung des More Nebucht m existirt habe, ist schon von Wolf, (bibiioth. T. i. S. 857 und T. IIP S. 7:82) festgestellt. Die Uebersetzung des Justinianus, die 1520 erschienen, kann keine Ueberarbeitung der nach von Jakob Mantino gelleferten seinda dieser ein Zeitgenosse des Justinianus war und Letzterer in der von Wolf mitgetheilten Norrede sich folgendermaßen ausdrückt: Hüne vero ejus dem Jibrum. (More Nebuchim) jampridem in n ostrum 8 er- .monem versum eonstat ab Intcrprete, cui magis curae fuit (ut iilis temporibus) sententias ut-cunque exprimere etc. Ebenso bezeugt Selden, de jure naturac et gentium secundum disciplinam Hebraeorum

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