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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1860-01-01 · Heft 4 · p. Seite 156

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 4
Article
Bunsens Bibelwerk [Rezension]
Date
1860-01-01
Page
Seite 156 (sequence 15)
Language
German
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156 ,Recensionen und Anzeigen. vor Chr. Rechnen wir diese meist zwiefach beglaubigten ,Zahlen zusammen ,nämlich 480 -l- 36 -I- 445 -1- 536,, so erhalten wir für Moses die Zahl 149? vor Chr.-, Wir führen dies nur an., um das ungefähre Verhältnis der biblischen Zahlangaben zu den vom Verfasser sestgehaltenen Resultaten vor Augen zu stellen. Wir möchten die freie Forschung wohl gewiß in keiner Art beschränkt sehen und können hier auf Erörterungen über den Werth der manethoyischen Zahlen und Angaben nicht weiter eingehen. Ob indeß hie S. CCXII. f. mitgetheilte Erzählung den Charakter so unumstößlicher Glaubwürdigkeit an sich trage, daß die schlichte, biblische Mitthciinug ihr geschichtlich nachgeseht werden und sie als Ausgangspunkt auch biblischer Chronologie ,gelten dürfe, scheint doch noch in mancher Beziehung zweifelhaft. Der Forscher kann durch geist- und mühevolle Untersuchungen zu Ergebnissen-gelangen, die-ih m subjectiv Gewißheit sind, die Geschichte der Wissenschaft lehrt, wie vielem schon als sicher Betrachtetem später nur der Ruhm einer genialen Hypothese verblieb, die auch jedenfalls das Verdienst hatte, die Denker anzuregen, die aber in einem biblischen Volks buche vielleicht besser umgangen werde. Der eigentliche Schwerpunkt des .Werkes ruhet natürlich in der gegebnen Uebersetzung. Luther gab den Text in einer kernigen und gemüthvollen Volkssprache wieder, und hat hierin für seine Zeit bewundernswürdiges geleistet, ohne doch überall einer wissenschaftlichen. Exegese gerecht zu werden. Mendelssohn und Herder begannen damit, neben dem religiösen und ethischen, auch dem ästethischen Element«. des Originals in .jenen-unübertrefflichen Dichtungen allgemeinere Aufmerksamkeit zuzuwenden , indem sie ihren Uebersetzungen die entsprechende Färbung geben. Neuere Arbeiten wandten eine ganz vorzügliche Mühe auf die Gründlichkeit und Treue der Uebertragung. Der Verfasser unterläßt es nicht, die von jüdischen Gelehrten, herausgegebenen Bibelwcrke S. XVII. anerkennend hervorzuheben,, er nennt außer Mendelssohn: Fürst, Zunz, Salomon, Philippson, Johlson; er hätte auch des Bibelwerkes von Hexheim er erwähnen können, so wie der Apokrhphen von Gut mann. Er tadelt jedoch eine Aussprache der Namen wie in Moscheh, Jehoschuah, Jisrael, Prsach, er nennt, dieses ein ״Hebräisä)-rabbinisches Judendeutsch " ein ״barbarisches Kauderwelsch." Wir halten gleichfalls eine solche Aussprache der Namen nicht für wesentlich, insofern die andere dem Europäisch geschulten Ohre mehr zusagt, erlauben uns aber gegen die ange-

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