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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1860-01-01 · Heft 4 · p. Seite 134

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 4
Article
Juden und Judenthum nach römischer Anschauung
Date
1860-01-01
Page
Seite 134 (sequence 10)
Language
German
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134 Juden und Judenthum nach römischer Anschauung. Sie riefen sich aber auch zurück, daß sie von den Egyptern aus Furcht vor Ansteckung ausgetlichen worden waren, und damit sie nicht hierdurch .(durch den Aussatz) den Landeseinwohnern verhaßt werden , trafen sie Maßregeln, mit Fremden nicht in Berührung zu kommen, welches bei ihnen bald in Lehre und Gesetz überging. Nach Moses wurde sein.Sohn Aruas, der ein Priester der egyptischrn Mysterien war, zum König ernannt; es wurde von da ab bei den Juden Sitte dieselben Männer zugleich zu Königen und Priestern zu Haben, und es vereinigten sich in ihnen in unglaublicher.Weift Gerechtigkeit und Frömmigkeit." Dieser ,,historische" Bericht ist ebenfalls eine widerliche Entstellung, deren Ursprung weiter nachgewiesen werden wird; doch zeigen sich hier manche Spuren einer, wenn anch nur sehr fernen Bekanntschaft Mit den biblischen Quellen. Der Erzählung von Israel und seinen Söhnen, und noch mehr dem Berichte von Ioseph und se'imn Erlebnissen in Egypten, liegt manches Biblische zu Grunde. Erstaunen erregt die Benennung ״Azalns" als König von Damaskus, in welchem unverkennbar ,,Hasael" (דזזאל) 2. Köü. 8, 13. 28 und sonst, zu finden ist Auch in. ״Adores," dem König von Damaskus, erblickt man bald den in der Schrift häufig vvrkommenden Hadad (nnngch, erwägt man noch hierzu, daß die Septuaginta für Hadad häufig ״Ader" hat. Es liegt daher die VerMUthung nicht fern, daß aus der. griechisch verfaßten Septuaginta manche entstellte Kunde zu den griechischeu und römischen Schriftstellern gelangt sein mag; nur war es der unkritischen Geschichtschreibung jener Zeit besonders in Bezng aus die-״Barbaren," wofür wie bekannt alle nicht griech. und römischen!Völker galten, wenig um gründliche Forschung zu thnn und zog man es vor bei weitverbreiteten Fabeln stehen zu bleiben, die je sonderbarer sie klangen, um so beliebter waren * * 9). Beziehen wir auch hierher was von Moses erzählt wird. Der unter Sulla lebende Polyhistor Alexander berichtet bei Suidas: ״Es Anmerk. Am vernünftigsten berichtet der freilich spat (unter Caracalla und dessen Nachfolger) lebende Dio Cassius 37, 7 über den Sallbat. 9) Hervorznheben ist jedenfalls, daß Justivus nicht den berüchtigten Esel kennt, der bei allen über Juden schreibenden römischen Schriftstellern eine große Rolle spielt. Auf die Spitze getrieben ist der Bericht bei Florus (sdtt. Laim p. 56־): Uäerosolyma defendere temptäyere Judaei.; verum haec quoque et (ntravit (!Pompejus!), ■et vidit grande iiapiae gentis arcauum patens, sub aurea yite.icilluin. .

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