Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Beleuchtung mehrerer Ortsnamen im Josephus und damit zusammenhängende Erläuterungen von Talmud- und Midraschstellen [Rezension]
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 111 (sequence 3)
- Language
- German
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Recensionen und Anzeigen. 111 in einem Leidner Manustripte statt dessen heißt Matal, Accv&tovd, so construirt der gelehrte Hr. Vers, daraus eine ganz neue Leseart, warnach es im Josephus heißen solle AyctU.a,'Ad'<avu und hierunter אגללס ober עגלךס und eine von Ptolemäus @ava genannte Stadt verstanden sei. — Nach meinem Dafürhalten dürfte jedoch Tslid-mva aus dem aramäischen תלתדת entstanden sein, welches ein Beiname von יבגלון war; so übersetzt Jonathan עגלת■ (Jes. L5, 5, Jer. 48, 34) ריגתא (od. עגלת תלתות (תלתי־ת• Wie mehrere ältere Autoren angeben, war!צטלנ2ו;ד wahrscheinlich ein Beiname von עגלת ״die dritte", weil es mehrere Städte dieses Namens gab; der Chaldäer drückt שלשיה durch תל תות aus und setzt als besonderes Epitheton noch ״) רבתאdie Große") hinzu, um anzudeuten, daß die größere Stadt dieses Namens gemeint sei. Im aramäischen Volksdialecte nannte man die Stadt auch wohl schlechthin תלתות oder תליתאה, den Hauptnamen גלת!/weglassend, und daher entstand das TeH&aava bei Josephus. Herr Pros. Tuch erwähnt bei Gelegenheit von Seleukia auch der מי «תיגש (Josua 13, 5. 7), bei Josephus (Alt. V, 5. 1 und noch an mehreren Stellen) 2syt.£yMvttt,c (auch JZafboxavtvig genannt. Woher diese Benennung bei Josephus entstanden, war man verschiedener Meinung (vgl. Reland Paläst. p. 262, Winer R. W. B., Kaplan in Erez Kedumim, Schwarz das heil. Land S. 21). Manche wollten es vom aram. ״ סומקאroth" herleiten, weil das Wasser dieses Sees lehmig und röthlich sei; andere aus dem arab. (״ (סמוכןFische", weil der See fischreich, noch Andere vom arabischen (״ (סמךhoch", wie מרום von רום, Man sieht aber wohl ein, daß diese Ableitungen nicht ganz entsprechend sind. Im jer. Talm. Kilajim ad fin. wird jener See ebenfalls יטה'דסמכו genannt, dahingegen im bab. Talmud zweimal B. Batra 74 b und Bechorot 55 a ימה של סיבכי. Nach der herkömmlichen Weise, den Lesearten des babyl. Talmuds dem Josephus und dem jer. Talmud gegenüber nicht Rechnung zu tragen, ward auch hier (selbst von Schwarz) die babyl. Leseart, obzwar einer Beraita entnommen, doch für irrig erklärt. Allein sie findet sich auch im Jalkut (II, 926 zu Hiob 40, 23 und in Chäbib's Compendium En Jacob (auch kn der editio pr. Pergamentdruck konstant.). Dahingegen wird jener See im Sifri zu Deut. 33, 23, und daraus Jalkut I, 962 ים של סופני genannt. Auch dies ist kein Fehler, wie in Folgendem erläutert werden soll. Hören wir, was einer der neuesten und zuverlässigsten