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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1860-01-01 · Heft 2 · p. Seite 51

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 2
Article
Schiller's Sendung "Mosis", zugleich ein Wort für und an Israeliten
Date
1860-01-01
Page
Seite 51 (sequence 7)
Language
German
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Schiller's ״ Sendung Mofis 61 sein, welcher von dem Gotte Osiris, der zu Heliopolis verehrt wird, Osarsiph hieß. Da er aber zu diesem Stamme überging, veränderte er den Namen und nannte sich Moyses." Hier haben wir demnach den eigentlichen und einzigen Ux* sprung jener Nachricht von dem Aussatze der alten Israeliten, die von hier aus mittelbar oder unmittelbar in die von uns besprochene Schrift und in hundert und wieder hundert Bücher übergegangen ist. Ueber den historischen Werth des Fragmentes selbst erlauben wir uns aus unsere anderweitigen Bemerkungen < Forschungen u. s. w. 111. die Manethonischen Hyksos) zu verweisen. Ein Schriftsteller, der eine Fabel wie diese vom Göttersehen des Amenophis zum Besten gab, darf wohl auf Glauben keinen Anspruch machen, wo er mit der unbefangenen biblischen Erzählung im Widerspruche ist. Nach dieser stehet es fest, daß die Israeliten Egypten nie, am wenigsten aber nach der Einnähme Jerusalems, angegriffen, daß dies eben so wenig unter Moses geschehen konnte, daß sie, den mosaischen Gesetzen gemäß, mit Aussätzigen keine Gemeinschaft gemacht hätten. Ueber die Verwechselung Josephs mit Moses darf man sich bei derUnwiffenheit des Autors, aus welchem Manetho selbst mißtrauisch entnommen h, nicht wundern, denn wir haben bereits («. a. O. G. 91) bemerkt, daß Osarsiph: Joseph sei, der ja eben mit einem Priester von Heliopolis sich verschwägerte, 1. Mos. 41, 46, Die Herleitung des Namens vom Gotte Osiris ist eine gute Glosse, denn Joseph — י דדם ף Ps. 81, 6 £יה י״םן , d. t, Gott wird mehren, 1. Mos. 30, 24— wird zu Osarsiph, wenn die abgekürzte zweite Sylbe belassen, zu Ansange aber, statt Gottes, Osiris gesetzt wird svgl. Nego statt Iah tu Abednego Dan. 1, 7). Aber, den historischen Werth oder Unwerth dieses Vorläufers so vieler gedankenlosen Nachfolger außer Acht gelassen, und auch noch davon abgesehen, daß der Kriegsmuth dieser Aussätzigen mit einer so gefährlichen, meist tödtlichen Krankheit im Widerspruche stehet — sagt das Fragment auch nur Etwas davon, daß der Aussatz eine Krankheit der Israeliten gewesen? sind nicht 4) Manetho gibt dafür keine egyptische Quelle, sondern «ine fremde an, die ihm verdächtig und fabelhast erscheint: ovx b-c rcov nag Alyv7trio1g yQUfXjuaz(0r aX)J wg ■avTog w itoLoy1]xev t tx. tcov cc$€C>716tc0; jLLv&okoyov~ fxsv(0v 71()QGEfrHy.&v. Joseph, a. a. O. (Dgl. zu dieser Partie Monatsschrift Jahrg. 1861. S. 53 —56.) D. R.

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