Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1859-01-01 · Heft 12 · p. Seite 446

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 12
Article
Jahresbericht der asiatischen Gesellschaft für das Jahr 1858/59
Date
1859-01-01
Page
Seite 446 (sequence 10)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2829132-2829234-2829247-2856842--05168-2856863
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

446 Jahresbericht der asiatischen Gesellschaft für das Jahr 1858/59; Diese Umstände und der fortwährende Aufenthalt in Mekka erzeugten so bei den Gliedern dieser Familie eine Tradition über die Geschichte der Stadt, welche, vom Vater auf Sohn übergegangen. als besondere Erzählung von Achmed al-Azraki (starb 219 der Hegra) redigirt worden zu sein scheint. Die Erzählung wurde durch seinen Sohn Abdul-Walid al-Azraki fortgesetzt und um 244 der Hegra schriftlich aufgesetzt. Wir besitzen nicht mehr diese Ausgabe der Tradition; sie wurde aber wieder ausgenommen von einem autorisirten Schüler. Jshak al-Khouza'r, der sie bis auf seine Zeit fortsetzte und sie seinem Neffen Ab-ul-Hasan al-Khouzai übergab, der seinerseits wieder einige Noten hinzufügte. Die Ausgabe dieses-Mannes, di« auf uns gekommen ist, ist es eben, die Herr Wüstenfeld jetzt edict und man kann noch deutlich darin die verschiedenen Schichten unterscheiden, ans denen das Werk zusammengesetzt ist und die von den ihrem Austrage getreuen Schülern sorgfältig gewahrt wurden. Wir haben davon ein seltenes und einziges Beispiel. Herr Wüstenfeld fand in Leyden einen Band der Chronik Mekka's vonFakihiund entdeckte, daß diese nichts anderes wäre als die erste Ausgabe der Chronik Azrakis. derselben, die wir nicht mehr haben und welche der plagiatorische Schüler sich ganz einfach zueignete, indem er überall den Namen der verschiedenen Azrakiden, die sie verfaßt haben, wegließ und indem er selbst die einzelnen Worte der Erzählung beibehielt, die er bloß durch eingestreute Poesien und Abhandlungen über die Ceremonien bereicherte und unkenntlich machte. Der Text des Plagiators enthält so wörtlich den des Azraki, daß er zur Verbesserung der Fehler in den Manüscripten der Ausgabe Khouzat's dienen konnte und daß er gleichzeitig eine Probe von der Genauigkeit gibt, mit welcher dieser die Worte des Lehrers reproduzirte. Es erschien ferner das Fragment eines anderen traditionistischen Geschichtsschreibers, des I b n Abd - ul H a k e m, der um die Mitte des 3. Jahrhunderts der Hegra in Cairo lehrte und ein Buch über die Eroberung Egyptens, Astika's und Spaniens verfaßte. Dieses Werk hat sich in zwei einander gleichen Receusionen erhalten, deren eine von einem Schüler der dritten und die andere von einem der sechsten Generation, vom Lehrer ab gerechnet, sich herschreibt. Alle diese Werke der Traditionisten haben einen Werth für uns; unglücklicher Weise hat das spätere Geschlecht der Compilatoren, Plagiatoren und Abbreöiatorm die größte Anzahl derselben uns entzogeni Herr de Slane gab früher einige Auszüge von Jbn Abd-- ul-Hakem, in neuerer Zeit veröffentlichte Herr Karl «.von demselben

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.