Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Der philosophische Gottesbegriff in den arabisch-jüdischen Schulen
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 424 (sequence 6)
- Language
- German
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'424 Wissenschaftliche Aufsätze. inentation wird von Jbn-Sina (bei Scharastani II, 257) also ausgedrückt: ״Sobald der Nothwendig-Existirende sein Wesen denkt, und denkt, daß er der Grund jeder Existenz ist, denkt er zugleich die Elemente, der existirenden Dinge und das was daraus entstehet Aus die Einwendung, daß das Unendliche nicht Gegenstand des Wissens sein könne 3 4), wurde verschiedentlich geantwortet. Man sagte, das Unendliche könne nur von einem endlichen Verstände nicht durch das Wissen umfaßt werden, wohl könne jedoch der unendliche Geist auch unendliche Dinge mit seinem Wissen umfassen ^). Oder auch so: Wohl sind die Einzeldinge der Zahl nach'unendlich; allein wenn Gott auch nur die Gattungen kennt, so kennt er mit Einem auch die Individuen, da diese eben in den Gattungen enthalten sind 5). Andere, von astrologischen Prämissen ausgehend, sagten, da Gott die Stellung der Sterne kennt, so kennt er mit Einem die davon abhängigen Geschicke und Handlungen der Individuen 6). Maimoni, der dieser Untersuchung mehre durch Eleganz der Darstellung wie durch Fülle des Inhalts sich äuszeichnende Abschnitte seines More widmet, ist entrüstet über die Jnconsequenz jener Schulen, die die Allwissenheit Gottes beschränken wollen. Sie selber, sagt er, haben es mit philosophischen Beweisen sestgestellt, daß in Gott keine Vielheit, also, auch kein Attribut zu denken sei, so daß sein Wissen eben sein Wesen und sein Wesen sein Wissen ist. Sie selber haben ferner ebenso speculativ erwiesen, daß der menschliche Verstand zu beschränkt sei, das Wesen Gottes zu begreifen. Wie wollen sie sich nun ver- 3) הר,קפד, במד, שאץ תכלית לו. 4) So Mose Narboni, Comment. zu חי בן יקפץ, Hanptst. 4 (citiit von Dukes, Literaturbl. d. Orients 1850, S. 719): זרע לפי שהיו האישים בלתי כעלי תכלית והיה הבלתי בעל תכלית לא הקיף בו ידיעה, בבר יביא זה לחשוב שהשם יהי לא ידע האישים, וישעיה הנביא התיר זה הספק ואמר הלא ידעת אם לא שמעת אלתי עולם די... אין חקר לתבונתו.... והתיר זה הספק ואמר שבהקדמה הגדולה צודקת כשתלקח בקשור ר״ל שהידיעה תהיה מוגבלת בידיעה הבלתי בעל תכלית כי הבלתי בעל תכלית לא יעדיף על הבלתי בעל תכלית. ואחר שהשם ית׳ הוא בלתי בעל תכלית באמת היה מקיף לכל. - 5) S. Jbn - Esra, Comment. zu Genes. 18, 21: אמת שהאל ידע כל הלק על רדף כלל ולא על רדף הלק. — Scheper, More III, S. 128 will hier unter Gatjungen die platonischen Ideen erkennen; denn da diese die Urtypen aller ErschMungsgcgenstände sind,-so wird durch die Ideen eben alles in der Erscheinungswelt Vorhandene erkannt. 6) Vergl. Lev. ben Verschon, Comment. zu Genes. I. o. -ה,א ירע מעשי האנשים לפי מה שהוכן להם מיום הבראם מפאת הגרמים השמיים. S. hierüber auch Jkkar. IV. 5.