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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1859-01-01 · Heft 11 · p. Seite 423

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 11
Article
Der philosophische Gottesbegriff in den arabisch-jüdischen Schulen
Date
1859-01-01
Page
Seite 423 (sequence 5)
Language
German
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Wissenschaftliche Aufsätze. 423 Spaltung des Rothen Meeres vor sich gehe. — Joseph Alb o8) finkt jedoch in dem Ausdrucke ״Urwille" einen inncrn Widerspruch. Er argumentirt also: Stand, im obigen Beispiele, in dem Zeitmomentr, als die Welt in's Sein trat, es in der Macht Gottes, dem Urwillen entgegen den Schöpfungsact. auf eine spätere Zeit hinauszurücken, er wollte aber zu jener Zeit, daß die Welt damals entstehe, so mußte doch in jener Zeit der Wille neuerdings in Gott auftreten. Hatte aber Gott nicht mehr die Macht, dem Urwillen entgegen das Werden der Welt hinauszuschieben — dann sprechen wir Gott jeden Willen überhaupt ab, da Alles mit Nothwendigkeit geschieht, was einmal durch den Urwillen bestimmt geworden, und ein Urwille bedeutet demnach nichts Anderes als: unveränderliches Naturgesetz^). Albo zählt daher auch den göttlichen Willen zu den negativen Attributen, da der Ausdruck Gott. will, nur sagt, daß dessen Wirkungen nicht nach Nothwendigkeit geschehen.׳ m. Wie gegen den göttlichen Willen, so wurden auch gegen das göttliche Wissen Bedenken-erhoben. Man sagte, mit dem Begriff des Nothwendig-Existirenden könne man höchstens nur ein Wissen der Gattungen, des Allgemeinen, stch stets gleich Bleibenden, nicht aber ein Wissen des Speciellen oder Individuellen (ידיעת החוקים) verbinden Denn dieses könne als etwas Unendliches nicht durch das Wissen begrenzt werden, und es müßte durch die Aufnahme stets neuer Eindrücke eine Veränderung in Gott entstehen. Ebenso wie die islamitischen hatten auch die jüdischen Forscher jener Periode diese Frage zu lösen gesucht. Von Vielen wurde analog dem ewigen Willen auch ein ewiges Wissen (Urwiffen) angenommen. Gott wußte alle Begebenheiten, die stch ereignen, schon vor ihrer Entstehung, so daß nie eine neue Kenntniß in Gott entsteht^). Oder man sagte, dadurch daß Gott seine eigene unveränderliche Wesenheit kennt, kennt er zugleich die aus derselben hervorgehenden Schöpfungen atU* 1 2). Dieselbe Argu- 8) Jkk. II. 2. 9) Ihn Zadik's Widerlegung des von den Mutakallimun behaupteten טחודש ^>sn (פ׳ עולם ר,נןנ1ן S. 44). 1) S. More III, 20. 2) S. Das. Absch. 21: ns אשר לא תשתנה ידע כל wrp שהוא בדעתו אטתת שיתחייב-לפעולותיו צלם.

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