Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Die Anfänge der neuhebräischen Poesie
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 406 (sequence 6)
- Language
- German
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406 Die Anfänge der neuhebräischen Poesie. Jose hat also vor dieser Zeit gelebt. Wie lange vorher, Ich will hier sämmtliche Zeugnisse über die ältesten Poetanen und deren Er- Zeugnisse zusammenstellen, woraus sich der Leser, den das Thema interessirt, das Facit von selbst ziehen kann. 1) Der Exeget Menachem b. Chelbo, ein Vorgänger Raschi's (blühte um 1000—1070) hat eilten Commentar zu den Kalnischen Liturgien geschrieben (Zunz Ritus S.!90). Nun ist es nicht denkbar, daß ein einsichtsvoller Schriftsteller die Prodnctionen eines Autors von Gestern, d. h. der kaum ein halbes Jahrhundert vor ihm gelebt hat, commentiren wird. Menachem muß also Kaliri als eine alte Autorität anerkannt haben. 2) R. Gersch om, die Autorität der deutschen und französischen Gemeinden, der nach sichern Zeugnissen 1028 starb, also um 970 bereits gelebt hat, zählt Janai und Kaliri zu den ältesten Weisen (Schibole Leket No. 11 und Responsum bei Landshut Amude Aboda S. 102): וגם יש לגז ללמוד מן.,הפייטנים שהיו חכמים גדולים הרי ר׳ ינאי שהיד. מן החכמים ד.ר אשת י ם ופייט קרובות לכל סדר ומדר של כל השגה וגם ר׳ א ל עז ר בן קליר מן החכמים הראשונים ופייט קרובות לכל הרגלים והזכיר באבות דברי אגדה ועגיגיס הרבה. 31 Jehudi b. Scheschet, ein Jünger des Polemikers Dunasch b. Labrat, der die Angriffe der Jünger Menachems b. Saruk auf seinen Meister ritterlich abzuwenden bemüht war und um 970 — 1000 schrieb, zählt ebenfalls Janai und Kaliri zu den ältesten hebräischen Derskünstlern. "Um den Tadel der Gegner gegen Dunasch b. L. zu entkräften, als habe sich derselbe der Form ךfür Masculina bedient, bemerkt Jehudi b. Scheschet: (ולא (.1 ולו) אמי־ (דונש כזאת בשיר על מנהג עורכי השיר רב י ג אי ורב א ל עז ר קליד לא היה כן חוטא ואף כי לא אמר כי אם: יהי ספרי קדושים וכי׳ (in den Teschubot der Dunäschiten aus der Parmesanischen Bibliothek abgedruckt in dem (unter der Presse befindlichen) Werke des Hrn. Pinsker Likute Kadmonim Noten S.!58, zum Theil bei Dukes Nachal Kedumim S. 2 Note). Wir haben also schon jetzt vollgültige Beweise, daß Jannai und Kaliri vor 97 0 gelebt haben. Wir wollen setzt Zeugnisse von Schriftstellern vernehmen, welche vor 950 Kaliri erwähnen. 4) Sabbatai Donnolo, der seinen Tachkemoni im Jahre 946 schrieb, citirt darin Kaliri mit folgenden Worten: ור׳ אליעזר בד קליד זכר צדיק לברכה פייט בקרובה המתחלת: אוד חמד. ולבנה הנאמרת בשבת וראש חודש: כבלד* מהם איגד, נספרת (Joseph Kara zu Hiob 38, 31). Also Kaliri war vor 946 schon todt und seine liturgischen Compositionen waren bereits damals bei den italienischen Gemeinden in den Ritus ausgenommen. 5) Daß Saadia in seinem Jezirah-Commentar Kaliri nennt und einen Passus aus einem von dessen Piutim citirt. ist bereits von Munk und Andern bemerkt worden: תכי פי אקואל אלשעראא: קאל אלעזר: לפוככי למוסכי להסיכי בנסיכה קרוש. Auch citirt Saadia in demselben Commentar poetrnische Formen (zu Jezirah nach der hebr. Uebersetzung): ובדברי המפייטים אומר מירד רד ותחת יעשעש ובמקום ירש רש וכיוצא בזה הרבה מאוד. Dieser saadianische Commentar ist vor 934 verfaßt. . 6) Wir kommen setzt zu einem wichtigen Citat, welches ein ganz neues Acht auf das Mer der poetanischen Literatur wirst. Saadia hat eine litur-