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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1859-01-01 · Heft 10 · p. Seite 383

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 10
Article
Über die "Halachot Gedolot"
Date
1859-01-01
Page
Seite 383 (sequence 5)
Language
German
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Wissenschaftliche Aufsätze. 383 seine ה״ג ausgenommen und verarbeitet; jene erstreckten sich nicht über alle Theile des Talmud, daher bei Mein 'שכתב כמה וכו, hingegen hat R. Simon aus dem ganzen Talmud ein Compendium 'angesertigt,. daher der Name הלכות גדולות. Aus letzterem Werke ließ R. Jehudai später, während seiner Amtsverwaltung einen Auszug ansertigen, zu welchem er noch neu« Decisionen hinzufügte. Sie führen den Namen הלכות פסוקות oder קצובות und haben sich, wie oben erwähnt, theilweise im Machsor Vitry erhalten. In letzterem Werke werden sie-auch ה' גדולות קצובות genannt, welches aber keine Corruption ist, wie Luzatto ft. «.) meint, da auch R. Hai bei Aderet Respons. No. 854 הלכות גדולות קצובות erwähnt. Der Grund dieser Benennung ist, wie ich bermuthe, weil diese Halachot im Gegensätz zu den früheren des R. Jehudai sich über den ganzen Talmud erstrecken. Die Schüler R. Jchudai's fügten auch dann den ה״ג des R. Simon die Gutachten ihres Meisters R. Jehudai bei, die-er während seines Gaonats ergehen ließ (denn solche gingen nur vom Gaon aus), wie auch Decistonen, die mit der Ansicht R. Simons differirten, wie z. B. הלכות אבל Anfang (vgl. Rap. l. v. S. 238). oder.auch neue Decisionen aus den ה״פ; von einer derartigen sagt N. Schcrira Gaon (Scharre Zedek 7, 27): מציגו הלכה ק מוקה בהלכות גדולות. > Diesem Antheil des N. Jehudai an den ה" ג ist cs auch zuzuschreiben, daß viele Autoritäten sic ihm vindicirten?). Diese ה״ג also, gleichsam von R. Jehudai, der nach ר״ת (Sefer hajaschar S. 74) Oberhaupt beider Akademien war 2 3), ausgehend, wurden als der Inbegriff des Talmud betrachtet, und man erlaubte sich daraus Zusätze im Talmud anzubringen. Auch fügte man zu den ה״ג hinzu: Decisionen und Nesponsen späterer Gconim, wenn solche allgemein angenommen wurden, und erhielten durch diese Einverleibung 2) Simson Bloch (tllascht S. 22W fagt' daß R. Hai ebenfalls die ה״ג R. Jehudai zuschreibt, wejl er (המים דעים No. 119) sagt: ה״ג ממר יד,וראי . Allein in der mir vorliegenden Venetianer Ausgabe stehet: ד,"ג :מד יד,:דאי, er hatte wahrscheinlich die Leinberger Ausgabe vor sich. 3) Der Grund dieses, auch Rap. (K. CH. VI, 243) unbekannten, Epithetons scheint mir folgender zu sein: R. Jehudai war aus Pumbadita, nur berief ihn Salomo Nesia noch bei Lebzeiten des dortigen Gaons R. Abraham nach Sura (vgl. Sendschreiben R. Scheriräs). Nach Ableben des Pumbaditanischen Gaon's scheint R. Jeh. dorthin nicht gegangen zu sein, weil Sura vor Pumbadita große Vorzüge besaß (vgl. R. Nathan's Erzählung bei Juchasin, bei Scheuet Jehuda unter הש:׳ גא:נים ראש:נים erwähnt, ed. Winer S. .84).' Er ließ daher anstatt seiner, seinen Bruder R. Dudai dort fungiren und wurde deshalb als Oberhaupt beider Akademien angesehen. 29*

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