Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Über die "Halachot Gedolot"
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 382 (sequence 4)
- Language
- German
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382 Wissenschaftliche Aufsätze. קיירא שחבר ה״ג בשנת ד״א ח?׳א; Meiri meint hier ohne Zweifel unseren R. Jehudai, wenn er sagt: שכתב כמה סוניות ופסקים, nur confundirt er diesen mit dem zu Pumbadita fungirenden מר יתורח, weshalb seine Zeitangabe ת2"מ. Er kann aber nicht nur letzteren gemeint haben, da er sonst eine solche Berühmtheit wie R. Jehudai b. Nachman übergangen haben würde, was undenkbar ist, auch wird von dem Pumbaditaner מר יחורח anderweitig nichts Erhebliches berichtet. Die Angabe von den verfaßten סוניות ופסקים stände sonst auch vereinzelt und ohne Analogie bei anderen Chronographen da. Unter diesen סוניות ופסקים scheint nur Meiri die Halachot des R. Jehudai verstanden zu haben, da solche, wie unsere ח״נ, aus einer סונית חנמרא und einem פסק zusammengesetzt waren. Es wäre vielleicht besser לנמרא oder מנמרא anstatt בנמרא zu lesen. Meiri kann aber hier nicht gemeint haben, daß R. Jehudai im Talmud Hjnzufügungen machte, was allerdings von ihm anderweitig bekannt ist, denn sonst hätte פסקים בנמרא keinen Sinn, da wir nirgends im Talmud interpolirte פסקים finden (?). — Diese סוניות ופסקים des R. Jehudai also wurden von R. S. K. in dessen.ת״ו ausgenommen; sie sind zusammengesetzt aus einer Decision und deren Begründung aus dem Talmud, und wie Ropoport bemerkt, an der Bezeichnung mit פסק und dem aramäischen Idiome erkenntlich. Die aber von Luzatto (Bcth Haozar S. 52 ff.), erwähnten . הלכות הפסוקות scheinen eine andere Arbeit des R. Jehudai oder dessen Schüler zu sein, sie sind sehr kurz und präcis ohne Belegstellen aus dem Talmud und in der Mischna - Sprache abgefaßt. Letztere werden auch קצובות oder קמוטות genannt, und scheinen, wie Luzatto richtig bemerkt, ein Auszug aus den .ה״ו j« sein — etwa wie die פסקי הרא״ש aus den הלכות desselben — den R. Jehudai durch seine Schüler veranstalten ließ, was weiter unten näher erörtert werden wird. Noch erwäge man folgendes: Die Functionszeit der einzelnen Geonim war nicht lange, sie dauerte: 1/2, 3, 5, 8, 18 Jahre; eine längere Amtsdauer finden wir nicht. Es scheint also , daß sie erst im Greisenalter zu dieser Würde gelangten, und viele der nacheinander folgenden Geonim lebten gleichzeitig. ' R. Jehudai hatte wahrscheinlich auch erst im Greisenalter das Geonat .angetreten; er war nicht länger Gaon als B1/« Jahr und sein mit ihm synchronistisch fungirender Bruder R. Dubai nur 3 Jahre (vgl. Graetz in dieser Monatsschr, 1857, 383). Ich glaube also annehmcu zu dürfen, daß R. Jehudai'seine Halachot viel früher als er als Gaon fuugirtc, verfaßt hatte, und R. S. Kaira solche in