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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1859-01-01 · Heft 9 · p. Seite 351

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 9
Article
Der philosophische Gottesbegriff in den arabisch-jüdischen Schulen
Date
1859-01-01
Page
Seite 351 (sequence 13)
Language
German
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Wissenschaftliche Aufsätze. 351 wir den Raum z. K. ,mit!Chisdai Kreskas und Albo, als den jeden Körper-erfüllenden Inhalt; in keinem Falle kann bei Gott, nachdem .dessen Unkörperlichkeit fest steht, an einen Raum gedacht werden. Aus dem Begriffe ״nothwendig-existirend" geht endlich auch die Vollkommenheit Gottes hervor, denn wäre Gott mangelhaft, -Rücksicht nahmen. (.ובדין להם זה שאם מהירי הפילוסופים בבר בלבלם עניין הזמן עד שגאליגום אמר שהיא עניין א לה י לא תושג אמתתו, כ״ש אלה.,.. Diese Stelle über Galen ist dem Maimoni vielfach nach geschrieben worden. So z. B. schreibt Aron b. Elia a. a. O.: והפלזסופיס עצמם נתבלבלו בזה עד שגאלינוס אמר שהוא ענין אלד״י לא השגנוהו . Auch Jedaja Hapenini hat Galenus im Sinne wenn er sagt (Bech. Olam. 6. 16): י עתה אומר שצדק מאמר החנם אשר תשבנו שסבל הבנתו באמת הזמן ענין אל הי לא תושג. Ebenso׳ Lewi ben Gerschom, der Eomment. zu-Genes. 18, 10, Folgendes schreibt: והגה ידעת מד, שבענין הזמן «העומק עד שאמר אחד מגדולי הקודמים שהוא ענין, אלד,י. Maimoni hatte ganz den Zeitbegriff des Aristoteles angenommen, nur mit dem Unterschied, daß die Zeit nach diesem ewig, dem jüdischen Philosophen hingegen erschaffen ist. Die Zeit ist ihm das ״untrennbare Accidenz der Bewegung" (More I, 52: ״ .(מקרה דבק לתנועהWas den Begriff der Zeit selbst, vielen Gelehrten dunkel macht, heißt es das. II, 13, das rührt daher, daß die Zeit nur das Accidenc eines andern Aecidences ist. Ein Anderes ist es, wenn ein Aecidenz unmittelbar an einer Substanz sich befindet, wie die Farbe oder der Geschmack, dann gelangen wir augenblicklich zur deutlichen Vorstellung desselben. Solche Accidencen hingegen, deren Träger wieder andere Accidenzen sind, wie der Widerschein einer Farbe, oder der Umkreis einer Linie, sind schwer zu begreifen. Wenn noch überdies selbst jenes erste Accidenz, das dem andern zum Träger dient, nicht unveränderlich au einem Gegenstände verharrt, sondern in steter Veränderung begriffen ist, dann wird der Begriff des letztem Aecidences noch um so unklarer. Bei der Zeit treffen nun diese beiden Umstände zusammen. Denn die Zeit ist die Accidenc der Bewegung, und die Bewegung das Accidenc des sich bewegenden Körpers. Ferner ist die Bewegung nicht wie die Schwärze oder die Weiße, ein ruhendes Accidenc, da das Wesen der Bewegung eben in der unaufhörlichen Ruhelosigkeit besteht. Dies zusammen macht den Begriff der Zeit so dunkel". Aus dieser Definition der Zeit solgt ein Zweifaches: Erstens, daß vor Erschaffung der Welt, das ist vor Umdrehung der Sphären noch keine Zeit, gewesen, sondern erst mit diesen entstanden ist (und Manche beziehen auch das Schriftwort כי ששח ימים עשה ה׳, wo es doch heißen sollte בששת, eben auf die Erschaffung der Zeit. S. תשובות רשב״א Nr. 423. — Zweitens daß Gott, da bei ihm an kein Bewegtsein zu denken ist (More II, Einl. Präm. 7) in keinem Verhältnisse zur Zeit stehet. Ebenso ist nach Jehnda halevi auch der Verstand, obschon wir dessen Thätigkeit in Zusammenstellung der Schlüsse, im Nachdenken und Urtheilen als eine zeitliche erblicken, doch seinem Wesen nach über die Zeit erhaben (עצם השבל מרומם מהזמן Kusari V, 12). Ueber die

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