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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1859-01-01 · Heft 9 · p. Seite 342

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 9
Article
Der philosophische Gottesbegriff in den arabisch-jüdischen Schulen
Date
1859-01-01
Page
Seite 342 (sequence 4)
Language
German
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342 Wissenschaftliche Aufsätze. Forschers sind sogar so weit gegangen zu behaupten, daß die Attri- Hute weder das Wesen Gottes' sind, noch etwas außerhalb seines Wesens. M. zählt diese Behauptung zu den leeren Redensarten, die nur Worte aber keinen' Sinn enthalten, da zwischen existirend' und nicht-existircnd wohl kein Mittelding zu denken ist. Saadia widmet dieser Frage mehrere Kapitel in seinem Buche ״vom Glauben Md Wissest"2). Er weist an dem Schema der aristotelischen KategorieNtaftl nach, daß im eigentlichen Sinne von göttlichen Attributen keine Rede' sein könne. DoH lassen sich sämmtliche in der Schrift Gott beigelegte Attribute in Eigenschaften des Wesens und des Thuns' (שמות העצם ושמור! המע^ם) eintheilen. Die erstem' alle find sämmtlich, in der Einheit des Gottesbegriffs enthalten. Der Verstand faßt sie wohl alle als Einheit auf, doch die Spräche findet'kein solches Wort, das im Stände wäre, dasjenige, das der Verstand als Eines gedacht, auch im Ausdruck als Eines wiederzuMew, und muß, daher in ihrer Ohnmacht den einheitlichen Gotteshegriff in eine Mannigfaltigkeit von Ausdrücken aupfen1). Die Attribute des Thüns fügen zum Wesen Gottes durchaus keine Aceidenz hinzu, da sie blos Bezeichnungen der in der Natur und Geschichte'sich uns kllndgebenden WirkungM Gottes sind. , Astch Bachjä bell Joseph, der stets treue Verehrer Saadia's, verfolgt dieselbe Gedankenrichtung. Er unterscheidet ebenfalls.zwischen Attributen des Wesens und des Wirkens 2). Zu den erstcrn müssen folgende drei' gezählt werden: Gott ist seiend, einzig', ewig. Doch sind dies nur dem' Worte nach drei verschiedene Begriffe, der 8) ונבר הניע המאמר באנשים מבעלי ת ע י ו ן באמרם כי תואריו יתעלה אינם עצמו ולא דבר מצא מעצמו. Durch בעלי העיון werden nicht Forscher überhaupt bezeichnet, sondern nur die Forscher des Kelam. So heißt es More III, 15 ausdrücklich: יש כר, מבעלי העיון והם המעוזוילא. Auch das. Abschn. 20 werden mit diesem Namen die Motekallemiu bezeichnet. Wenn durch בעלי העיון die Philosophen überhaupt bezeichnet werden sollen, dann wird הפילוסופי hinzugefügt, wie More I, 59. — Vielleicht ist es eben die oben erwähnte Seele der Batinija (Innerer), die -Maim. (das. I, 51)' durch die Bezeichnung בעלי בעמן kenntlich machen will'. Denn nach Scharasta'ni erhielt die Seele jenen Namen, weil sie in jeder Koranstelle neben dem äußern Sinn auch noch einen inner» allegorischen aufzufinden strebte. S) II, 4—9. 1) Abschn. 4: כי לא «}!אנו טלה שר,קבץ אותם ונשוב למלות רבות במקומה'. 2) Pforte d. Einheit Abschn. 10.

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