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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1859-01-01 · Heft 8 · p. Seite 299

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 8
Article
Alexandrinische Messiashoffnungen
Date
1859-01-01
Page
Seite 299 (sequence 15)
Language
German
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IRI
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Alcxcmdrinische Messiashoffnungen. 299 Lägen Noch nicht avgemetn verbreitet, da Philo sie nicht kannte (vgl. Frankel Vorstudien zu der Septuaginta S. 39)*). Und doch soll diesesganze Fragment einen zur Zeit des Philometer lebenden Verfasser haben! **) Gehen wir ferner auf die frühere Bemerkung (S. -244) zurück, daß zur Zeit der Maccabäerkriege die Messiasverheißung weniger im Volksbewußtsein lebte und die die Zeitgenossen begeisternden Ideen sich nicht an sie knüpften, so ergibt sich hieraus die befriedigende Lösung; das zweite Fragment gehört seinem größer» Theile nach der maccab. Periode an, daher in ihm nicht messianische Verheißungen; das vierte Fragment gehört mit mancher Ausnahme (vergl. folg. Anm.) einer spätern an Leiden reichen Zeit, darum der beständige Hinblick aus die messianischen Tage. 10) V. 608 ff. bildet einen der ältesten Bestandtheile der Sibyllinen und scheint sogar noch etwas vor der maccab. Zeit verfaßt. ,/Der neue siebente König Egyptens" ist, wie die Geschichte der Ptolem. zeigt, Philometer. Er wurde von Antiochus Epiphanes mit Krieg überzogen; dieser mußte zwar auf Befehl der Römer vom Krieg «blassen, doch kehrte er nach Daniel 11, 28 mit vieler Beute zurück (vergl. Alexandre V. 612. 615). Da hier des Antiochus ehrenvoll gedacht wird, so ist mit vieler Wahrscheinlichkeit anzunehmen, daß diese V. vor seiner Entweihung des jeruf. Tempels und Verfolgung der dem väterlichen Glauben Anhängenden, also vor den Maccabäerkriegen, verfaßt worden sind. Worauf sind aber V. 616 ff. zu beziehen und in welchem Zusammenhänge stehen sie mit dem Vorhergehenden? Hierüber dürste folgendes Aufschluß geben. An dem Hofe dieses Philometer lebte der bekannte jüd. Peripatetiker Aristobul, und er wird als dessen Erzieher angegeben (vergl. oben S. 254). Durch den Einfluß Aristobuls mochte Philometer sich zu den Juden, ja sogar zu deren Glauben hingezogen fühlen, und es mochte ihn die durch *) Selbst Jesaias scheint nack^ 9, 12 das. wo ארם מקדם ופלשתים מאחור durch £vQt'av u(p’ rjl.'ov uvaToXrp, xal Tovg ,׳EV.tjVc/.g utp' ■rjXiov d'vd/uwv übersetz! ist und worin eine Anspielung auf die Leiden durch die Seleuciden und Ptolemäer (vgl. Gesenius Commentar zu Jesaias Einleitung S. 61), nach der Zeit des Antiochus übertragen worden zu sein. Wir bemerken noch, daß diese Fragmente zn%a> für erschaffen haben: ein bei den späterer« Uebersetzern gebrauchter Ausdruck; die früheren Vertenten geben פרא mit n01iu> wieder (doch hat auch schon der Uebersetzer von Deuteron. für ברא). **) Es finden sich auch andere-Nachahmungen später übersetzter.Bücher der Schrift, die in solcher inncrn Verbindung mit den früheren und späteren Versen stehen, daß eine spätere Einschiebung nicht anzunehmen ist.

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