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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1859-01-01 · Heft 8 · p. Seite 298

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 8
Article
Alexandrinische Messiashoffnungen
Date
1859-01-01
Page
Seite 298 (sequence 14)
Language
German
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298 Alexandrjnische Messiasho^fnungen. Um so schwieriger ist aber der Zusammenhang zwischen V. 286 fff mit dem Vorhergehenden. In dem ״König den Gott vom Himmel wird senden" mit Alexandre Cyrus zu erblicken, verbietet sowohl der Wortlaut des V. 286 als der Inhalt der darausfolgenden Verse: ״Aber es ist ein Königsstamm und dessen Geschlecht wird nimmermehr wanken ff." (V. 288 ff.), welches doch unstreitig allein aus das. Davidische Haus zu beziehen ist. — In diesen V. liegt eine messianische Verheißung vor; sie wurde in späterer Zeit an den vorhergehenden Theil angesügt. Das zweite Fragment schloß V. 285. Vielleicht ist hierher manches aus dem Theile von V. 171 zu setzen und es würde dieses Fragment seinen Abschluß ryit V. 195׳ finden. — Daß in dieser messianischen Verkündigung von V. 286 ab ״die Könige der Perser" eine Stelle finden (und.dieses hat zu» meist die Commentatoren aus Cyrus geleitet) kann nach dem, was früher bemerkt wurde, nicht befremden: es ist eine damals bekannte Bezeichnung für die Mächtigen jener Zeit. 8) Nach Alexandre 5. Excurs S. 320 sind die 1500 Jahre von den vor Lecrops herrschenden Königen zu zählen , da er. aber selbst nur als Grund angibt: i» tempora mere fabulosa, ad quae gantilium deorum originem referri ratio suadet; so ist die Meinung anderer Commentatoren vorzuziehen, daß der tsrmivus a quo uns unbekannt sei. 9) Die Endresultate über frühere und spätere Theile der sibyl- . linischen Sprüche festzustellen ist wahrscheinlich der philologischen Kritik Vorbehalten, die in das innere Sprachgesüge eingehend, nach Wort und Versbau die verschiedenen Bestandtheile sondern und ihnen ihre Zeit anweisen wird. In diesen Anmerkungen soll der Ansicht entgegengetreten werden, nach der einige Verse für das ganze Fragment und sogar auch für ein anderes entschieden. So wird für Fragment 2 und 4 ein Vers, angenommen, und man übersah hierbei, daß Fragment s von messianischen Verheißungen übcrfließt und fast als ein messianischer Hymnus M betrachten ist, während, im zweiten Fragment keine Spur einer messianischen Verheißung (die V. 286 ff. werden doch auf Cyrus gedeutet! vor. Anmerk.) sich findet! Daß aber in demselben Fragment nicht von einigen älterem Versen aus das Ganze geschlossen werden kann, ergibt sich, abgesehen von dem in den obigen Anmerkungen Gebrachten, aus diesem vierten Fragment selbst. V. 650 des griech. Text ist offenbar eine Nachahmung der Septuaginta zu Ezechiel 39, 10; Ezechiel wurde, aber erst in späterer Zeit in's Griechische übersetzt, sie war selbst zu Philo's

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