Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1859-01-01 · Heft 8 · p. Seite 296

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 8
Article
Alexandrinische Messiashoffnungen
Date
1859-01-01
Page
Seite 296 (sequence 12)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2829132-2829234-2829243-2856608--04970-2856635
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

296 Alexandrinische Messiashoffnungen. Werfen hinweg in Fclsengcklüft aus Scham sie verbergend, Wenn ein neuer König Egyptens als siebenter herrschet Ueber das eigene Land, gezählt nach der Herrschaft der Griechen 610 Wo macedonische Männer gewaltsam führen die Herrschaft, ' Und von Asien aus ein mächtiger König, ein kühner Adler heranzichet, der alles Land mit Fußvolk und Reitern Deckt und Alles zermalmt "und Alles mit Unglück erfüllet, .Und der zerstört das egyptische Reich und daraus alle Schätze 615 Raubt und hinweg sie führt auf dem breiten Rücken des Meeres. Und dann werden sie vor dem großen unsterblichen König, Gott, das schimmernde Knie zur Erde, der nährenden, beugen, Und in des Feuers Glut stürzt jeglich Gebilde der Hände. Und es wird dann auch Gott große Freude den MensckM verleihen: 620 Denn auch das Land und die Bäume und große Heerden von Schafen Werden untadelhafte Früchte geben den Menschen Reich an Wein und süßem Honig, an blendender weißer Milch und an Weizen, der ist für Menschen das Beste Von Allem 10). (Schluß folgt.) An ha n g.- 1) Diesen Spruch hatte offenbar Josephus in der oben S. 257 angeführten Stelle im Sinne, dgch scheint er Joseph, nur vom Hörensagen, bekannt gewesen zu sein, weshab dieser Autor, da er die Sibylle für eine heidnische Prophetin hielt, 01 ds &soi Vielleicht bewog ihn hierzu der Hinblick auf römische Leser, für die er, wie bekannt, seine Antiquitates schrieb. — Der bei Cyrillus angeführte Alexander Polyhistor hat ö 3-söc, dem sybyllin. Texte («#«'vaioc) consorm. Doch dürfte hier die verbessernde Hand des Kirchenvaters gewaltet haben. — Da Alexander Polyhistor zur Zeit Sülla's lebte, so ist den V. 97—■104 ein bedeutendes Alter zuzuschreiben. Daß sie für Juden verfaßt waren, beweiset V. 104: ״Die Stadt ward Babylon darum geheißen", was nur Bibellesern verständlich sein konnte. Vergl. oben S. 286. '2) Der Thurmbau im zehnten Geschlecht nach der Sündflut ist in so fern richtig, als Abraham als der zehnte Nachkomme gerechnet wird und in seiner Jugend der Thurmbau und die Zerstreuung des Menschengeschlechts erfolgte. Vergl. B. Beer, Leben Abrahams S. 9 und Änmerk. 79. ־ '

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.