Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Jehuda Alcharisi als Kritiker
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 270 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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270 Wissensch aftliche Aufsätze? von ungleichen Werth hat Jbn Ehalican (den wir so oft erwähnten) aufbewahrt; z. B. folgendes von Sur Dur (gest. 1072־i. 3.): ״ Ich weine nicht über den Abschied der Jugend, ich weine weil die bestimmte Zeit näher rückt. Haare sind die Blätter des Menschen-Baums, und wenn diese welken, so sind die Zweige bald ausgetrocknet" (Jbn ChalikanII, S. 321). An das Erscheinen des grauen Haares haben orientalische Dichter sehr geistreiche und erbauliche moralische Gedanken geknüpft. Manche hierhergehörige schöne Zeile haben, wir im Lit.-Bl. des Orients 1851 S. 385 mitgetheilt*). Folgende Zeilen, ein seines Compliment enthaltend, von einem unbekannten Dichter zur Ehre einest Unbekannten (welche wir bereits im אוצר נחמד II, S. 70 mitgetheilt haben) sind sehr interessant:?להכיל כל תהלותיו וחמד יגעים כל משוררי •שיר ולואים — למען אין בפיהו לא ל א ולא לו ולא לולא ולא אולי ולא אם — Es dürfte vielleicht dem Leser nicht uninteressant sein zu erfahren, daß ein alter arabischer Dichter bereits diesen Gedanken hat. Wir lesen im Jbn Ehalican (biographical Dictionary II, S. 42), Iben Bassim hat die Worte in der Elegie über den Tod des Jbn Almotaz: ״Nie hat ein wenn oder wenn nicht den Werth der Gunst vermindert die er über sich häufte. (Etwas ähnliches findet sich auch bei Shakespeare;, wir können jedoch in diesem Augenblicke die Stelle nicht finden)**). Es sind dieses die Gattungen, welche am meisten und mit Glück bearbeitet wurden. Epik und Dramatik kannten die Araber nicht. Hoch zei tg edi ch te sind nicht als ״eigne Gattung" zu betrachten. Sie sind lyrische Schilderungen und die Gedichte des Jehuda halevi, wovon viele in בהולה כה יהודה gedruckt sind, sind köstlich duftende Blüten. *) Der folgende Spruch (auch im Imanuel S. 43) enthält die prosaische Beschreibung des Alters טבעי *Vw:הזוקן הוא. **) Das von uns mitgetheilte Epigramm (אוצר נהטר II, S. 80) anfangend: לידזר,וףוגו׳ na findet sich ebenfalls im I manuell S. 38. Es ist!uns dies damals entgangen. Es möge auch hier gelegentlich bemerkt sein, daß die geistreiche Zeile (ebend. Cap. 13) ונבשליס נבוני עם ^צפוד אשר נסגר בהטיבו זנטירו sich: auch, in einem!arab. Gedichte bei Jbn Challican I, S. 136 befindet. Vergi. auch unsere Blumenlese-S. 27S) No. 40,