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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1859-01-01 · Heft 7 · p. Seite 269

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 7
Article
Jehuda Alcharisi als Kritiker
Date
1859-01-01
Page
Seite 269 (sequence 4)
Language
German
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Wissenschaftliche Aufsätze. 269 Epigrammatisch ist folgende Zeile des Jehuda halevi über den Wein: גחל בתוך מים ולא ׳122! ^’7׳11 להב בירידים ולא יכוה Mit einer kleinen Veränderung könnte es stch als selbstständiges Epigramm darstellen. Alch arifi's Worte (Tachkemoni Cap. 3); 'תטה איך נצמדו גחל וברד וגו drücken ungefähr denselben Gedanken aus. Folgende Strophe aus dem תרשיש des Moses ben Esra darf als Epigramm im griechischen Sinne des Wortes gelten: כבה חמת הכום בטי שלג משקה! כמו חכם ךכב קצף . נראה עלי פניו בעת הורק בו משפת בקבוק כמו קצף Solche zwei Zeilen find nicht oft zu finden. Die moralische Anschauung darin ist sehr geistreich*). Das Epigramm des Jehuda halevi.über das graue Haar wiegt einen ganzen Band aus. Es gehört zu denjenigen, wovon jeder glaubt, er könne 100 solcher in einem Tage machen. Erst wenn man manche Bände Epigramme gelesen und keinen Schatten eines solchen Gedichtes gefunden hat» überzeugt man sich, daß es vielleicht' nicht so gewöhnlich und daß es nur einem großen Talente gegönnt ist. Dieses Gedichtchen hier abermals zu geben wäre auch an sich vergeblich, wir wollen aber dazu ein anderes von einem arab. Dichter geben: על הש\בה. ־־ שער שיבה בהראות יחידי עלי ראשי קטפתיהו בירי השיבני: יכלתני לברי ומה תעשה בבא אחרי גדודי. Die Einfachheit und das Schlagende dieses Epigramms ist unvergleichlich. Manche Gedichte dieser Art von verschiedenem Inhalt und *) In der griechischen Anthologie (Buch VII) sind manche geistreiche Gedichte über den Wein. Daselbst (No. 23) ist in Bezug auf das Mischen des Weines mit Wasser eine geistreiche Anspielung auf die Mythe, daß die Nymphen -den Apollo gewaschen haben. Vergl. auch dazu die Note von Jacobs (S. 269). Ein hebr. Gedicht über Wein und Wasser haben wir im Literaturblatt des Orients 1850 S. 781 rnitgetheilt. Es mag hier noch gelegentlich bemerkt sein, daß in Achille Aubinal’s nouveau Receuil des Gontes et dites etc. Paris 1839 (S. 293) sich ein ähnliches Gedicht findet, welches dem hebräischen, obwohl dieses nicht von großem Werth, sehr nachstehet.

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