Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Urtheil und Maßstab
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 237 (sequence 6)
- Language
- German
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Notizen. <237 für sich, die dieses Bild gebrauchen (»etgL שירי שלמה S. 25, Note 12). Auch arab. Dichter haben dasselbe gebraucht (vergl. Jbn Lhallikan I, S. 660). Es verstehet sich, daß dieses Bild immer als altbiblisch zu betrachten ist, welches im Arab., wie so 'viele ׳andere Anschauungen durch die Tradition Bürgerrecht erhalten hat. Das Bild ist fedenfälls geistreich. - . Wenn Jehud a hale vi in dem Gedichtesanfangend (עיןנדימה וגו׳ ליל בכושי. היהסוך לעולם ור-קיע כנמר ואיך יחסר הברברת, so stehet der bibelkundige Leser, daß ihm der Vers היהפוך כושי עורו ונר vorschwebtet Ein alter arabischer Poet, ebenfalls in Spanien, hat folgenden Gedanken (Jbn Challikan III, S. 207): ״das schwarze E o l l y r i uni 8 9) (Augenpulver) der Nacht ward aufgelöst durch'׳ die Thränen der Morgendämmerung:, und das Morgenlicht erschien wie graues im schwarzen Haar. Die Finsterniß schien gleich einem fliehenden Haufen Mohren, verfolgt durch Copten, die der Morgen ihnen nachsendet". Das Bild des Mohren (כושי), welches in beiden Beschreibungen vorkömmt, ist das Hauptbild, nachher haben beide Dichter sich getrennt 9). Gewisse Wendungen finden sich bei gar manchen arabischen Dichtern, welche hebr. Dichter ebenfalls brauchten. So z. B. der Anfang: ״Jst's der Blitz u. s. f.", vergl. Freytag arab. Metrik S. 219. שירי שלמה S. 42. So auch die Wendung: Gott schlage das Kameel, vergl. Jbn Challikan I, S. 435 uni) 47 שירי שלמה, Note 1. Der Anfang der Lobesgedichte mit Liebesgedichten ist bei den Arabern uralt. Schon Mutanabbi spottet darüber. (Vergl. Arab. Rhetorik S. 143.) Joseph ben Chasdai^) und Salomo ben Gebirol führten dieses in der hebr. Literatur ein. Diese Gegenstände und alles was mit Handhabung der Spräche selbst in Perbindung stehet, wird in der Biographie des Ben Gebirol, so Gott will, naher in allen Bestandtheilen genau he- 8) Zm Hebr. 1». Jehuda halevi (vergl. Iisop« זי»■ S. 20) hat den Ausdruck פוך לי«* נדוד. 9) In dem Wettstreit zwischen Tag und Nacht im Tachkemöni (Cap. 39) läßt Alcharisi den Tag zur Nacht sagen: ואני סבני שס יד.ם 0בני חס מש war bekanntlich ein Sohn von vn. l) Daß ein Recensent des v'vnp נוזל gerade die halbe Zeile יכל שורים לפניו כשודיפ aus dem Gedichte als Beispiel ausgehoben hat, schadet dem Recensenten mehr als dem Autor des Gedichtes. 8rn»l«l, Monattschrlft VDX 6. 18