Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Urtheil und Maßstab
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 236 (sequence 5)
- Language
- German
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236 i feit) fehlt im Hebräischen. ®08 im נחי} קדומים abgedruckte Gedicht, genannt שירה יתומה wurde schon von dem Verfasser so genannt. Der Ausdruck hat sich nicht lauge im Hebräischen erhalten. Der Verfasset dieses Gedichts hatte wohl die berühmte Anthologie, die unter dem Namen Ietima bekannt ist, vor Augen. Jbn Kelones sagt von derselben. Die Verse der Gedichte in der Jetima Sind jungfräulich alte Gedanken, Die Dichter schwanden dahin, doch die Verse blieben noch immer Und daher heißt dieses Buch das Verwaistes. (Das Wort Jetima heißt im Arabischen ״Waise" und ״vor«;»gliche Perle".) Wenn Alcharisi das שירה. יתומה anführt und nachher die ׳Worte hinzufügt: /כמוה בבני עמה ונו, so ist dieses keine Erklärung, sondern sein eignes Urtheil darüber. Die hebr. Bedeutung hat alle Welt gekannt, die Erklärung wäre überflüssig gewesen und die arab. Bedeutung des Wortes liegt nicht im hebr. יתומה und die Erklärung hätte nichts genutzt'). Manche Bilder haben sowohl im Arabischen als im Hebr. gewisse Anhaltepunkte.׳ Wenn Alch arisi im Tachkemoni Cap. 50) sagt: דביר היקר הוא ולבו ארון, so hat er alte jüd. Autoritäten 6) Detrici, Mutanabbi und Seifadaülla, Berlin 1847, S. 18 (ein sehr lehrreiches Werk). Wir haben bereits'im Lit.-Bl. d. 0.1848, S. 241 daraus aufmerksam gemacht und einige Proben aus dem Tarschisch des Moses ben Esra in Bezug auf manche Stellen daselbst mitzetheilt. Der Ausdruck jungfräuliche Gedanken bezeichnet Originalgedanken. .Dieser Ausdruck kommt auch bei jüdischen,Dichtern vor. Bergt, בחל קתמים . S. 19,. Note )1. 7) Die talmudtschen figürlichen Ausdrücke אמו יתומה (vergl.׳ darüber ערוך Art. אמן) und תו יתום haben ebenfalls nur die gewöhnliche Bedeutung des Wortes. Der Begriff allein sein liegt logisch darin, aber derselbe ist nie klar als Bedeutung hervorgetreten. Wenn in einer Handschrift das nbbnu (im deutschen Machsor). תקי(ןות יתומיות genannt ist (vergl. ,עמודי?בודו von Lan d s huth S. 85), so hat dieses mit שידר.׳ יתומה keine Verwandtschaft. Der .Verfasser des.אה^ה soll יוסף בן היתום geheißen haben; dieses erklärt den Ausdruck יתומיית. Ein' ו׳ יצחק בן אליתום ist bei Luzzatto in dessen Vorwort zu בתוו°ת בת יהווה S. 20 genannt. Nach der Analogie von חת,ח שמעונית (zur Kenntniß S. 140, No. 116) kann man auch sagen תקיעה יחומית. Das היתום könnte auch Haitom sein; ein Jbn Haitom ist erwähnt in der Literaturgeschichte.