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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1859-01-01 · Heft 6 · p. Seite 238

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 6
Article
Urtheil und Maßstab
Date
1859-01-01
Page
Seite 238 (sequence 7)
Language
German
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Notizen. 238 trachtet werden. Der Zweck dieser Zeilen war bloß , den Leser vor« läufig mit den Quellen bekannt zu machen, auf die man sehen muß, wenn 'man in wahrhaft-literarischer Weise das innerste Wesens hebräischer Erzeugnisse aus der maurisch - spanischen Eulturperiod« der modernen Anschauung zum Verständniß bringen will. Vielleicht, daß diese Zeilen auch beitragen können einen vorläufigen Maaßstab zu geben für das, was in der zu erscheinenden Biographie zu erwarten ist. Mit kurzen Worten mag es so ausgedrücktßein r keine ara bisch e Wörter, sondern arabische Anschauungen. Manches Hierhergehörige haben wir auch in dem Vorworte-des 2. Hefts der שלמה 'w gegeben. Bedenkt man, daß M a er ö b in s einen großen Theil seiner Saturn alien und Jbn Ehallikau einen großen Theil seines oft genannten Werkes ähnlichen Gegenständen gewidmet haben, so wird man unsere Bestrebungen gleicher Gattung nicht für überflüssig finden. ׳. : L. D. Der Greis mit dem Stabe. /Bilder, aus der Natur entnommen, begegnen sich auf Men Seiten. Die Allgemeinheit derselben ist Beweis für die Richtigkeit derselben. Der Stab auf den der Greis sich stützt wurde der dritte Fuß genannt. Es begegnet uns dieses Bild bereits im Agamemnon des Aeschylus: Wer dem Alter erlieget, wenn herbstlich die Stirn Sich entlaubt, er wankt dreifüßigen Gang. Es begegnet uns dieses Bild auch im Talmud beinahe in der Form eines Räthsels: ״ '.משתים .נעשו שלושtni 2 sind 3 geworden", d. h. der Stab ist als dritter Fuß hinzugekommen. Vergl. unsere Blumenleft tz. 163, No. 803^). Arabische Dichter haben den gekrümmten Körper des Greises mit einem Bögen verglichen und den Stab als die Sehne des Bogens. So z. B. in dem בן המלך והנזיר־ Cap. 6: דאו גבי כקשת’שח ורגלי אסורות בלי .בבל ורשת;י : ... ... 2) Jbn Challikan in seinem biographischen Dictionairr (vergl. Uebersetznng III S. 151) hat manche Gedichte dieses Inhalts, welche wir bei einer andern Gelegenheit betrachten werden. ׳

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