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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1859-01-01 · Heft 5 · p. Seite 187

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension]
Date
1859-01-01
Page
Seite 187 (sequence 12)
Language
German
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Recensionen Md Anzeigen. 187 Hingebung kund; darin liegt der hohe Werth dieses Gebets. Mit Recht wird es daher dem R. Akiba vindicirt, der jene Hingebung bis zum letzten Athemzuge bethätigte (vgl: M. den Gabai im Tolaaty Jacob). Den Zühlenwcrth von אבינו מלכינו חטכר ohne א würde der Vers schwerlich erwähnt haben, wenn er solchen nicht in einem alten Manuscripte gefunden hätte! — Unter den Notizen über die Fastentabelle (S. 125 u. f.) ist der Grund des Fasttags am 9. Tebcth von Interesse; man nahm an, daß der 25^ December an jenem Tage war. Es folgen hieraus noch eine Tabelle später eingeführter Localsasttagc und Angaben , über Selicha-Recitationen. S. 132 ist nicht bemerkt, welcher von den beiden Pismonim, die mit אבותי כי בטחו beginnen (zum 10. Tebeth) gemeint sei. Zu S. 135 ist zu ergänzen, daß auch Prag und diedieser Gemeinde folgenden Riten das Gedächtniß der zehn Märtyrer im Mussafgebete des Versöhnungstages bewahrt haben. — S. 139 u. s handelt von den Abkürzungen und Verstümmelungen, denen einzelne Piutim und Selichoth bereits seit dem 12. Jahrhundert aus verschiedenen Gründen unterlagen; nach der Vertreibung der Juden aus Spanien und infolge der Erfindung der Buchdruckerkunst amälgamirten sich verschiedene Minhagim. In Bezug auf 147.<€) ארון■ עולם) ift nicht erwähnt, daß nach der vom Vers citirten Quelle 31 .§ מטה ׳משהי Scherira Gaonschon jenen Gesang gekannt und gerühmt habe, worüber wir näheren Aufschluß gewünscht hätten. — Es wird nun (S. 150) eine kurze Geschichte der Entstehung des sogenannten Jom Kippur Katan und anderer im 16. und 17. Jahrh. aufgekommener Andachtsubüngen gegeben, worauf (S. 153) mehrere Angaben über die seit dem letzten Drittel des 16. Jahrhunderts edirten Commentare, Glossen und Uebersetzungen der Machsorim folgen und Vers schließt mit der wahren Bemerkung (S. 156), daß zuletzt in der Bestimmung des Gottesdienstes der letzte Rest von Freiheit erstarb. Besonders gelungen ist die S. 156—162 enthaltene Skizze des Karäismus und seiner Liturgie, die der Vers, sehr geistreich theils als aus Oppositionssucht gegen dest Rabbinismus hervorgegangen, theils doch wieder als Nbklatsch des Letzteren darstellt: Wenn manche vorhergehende Partien des Buches zuweilen öden Steppen glichen, welches bei der Ausführlichkeit des Vers in Behandlung dieses Gegenstandes nicht anders sein konnte, so möchten wir die auf wenige Blätter zusammengedrängten sachgemäßen Notizen über die karäischen Institutionen eine freundliche Oase nennen. Die in neuerer Zeit von gewissen Seiten

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