Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1859-01-01 · Heft 5 · p. Seite 186

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension]
Date
1859-01-01
Page
Seite 186 (sequence 11)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2829132-2829234-2829240-2856398--04810-2856451
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

186 Reeenfionen und Anzeige«. Kadisch, Barchu und Jozer Or. ׳'owie die des שמע ישראל nach Aushebung der Thora. Auf diese doppelte Weise des פריסת שמע scheinen auch die Worte Tr. Sofern« c. 10, §. 7;לא בעמידה ולא בישיבה hinzudeutcn; vgl. Jacob Naumburgs Com. z. St. — Da nun aber die erstgedachte Art des פריסת שמע prävalirte und durch die angesehensten Gesetzlehrer als Norm festgestellt wurde, so kam diezweite Art, - das Recitiren des שמע mit der Thora in der Hand, außer Brauch, gleichsam als שלא כהלכה. Bloß in denjenigen Gemeinden, wo es früher üblich war, in manchen Orten Palästina's in Kleinasien und Byzanz (dem Vaterlande des Träct. Soferim ), blieb es noch üblich, von wo es nach den slavischen Ländern kam und daselbst die spätere Fusion des altslavischen Ritus mit dem deutschen.und französischen im 14. und 15. Jahrhundert überlebte. Auch die Karäer, an der unteren Donau früher zahlreich, haben es daher entnommen 3). Man ׳erstehet hieraus, wie manche Minhagim . auf älterer halachischer Basis beruhen, so wenig man dies ihnen auch beim ersten Blicke ansiehet. Nach dieser Abschweifung begleiten wir den Verf. nicht weiter auf feinen ׳Weg nach der Lombardei, Rom, Corfu u. s/w. (bis S. 85) und weisen blos auf die sodann folgende eingehende Darstellung des Verhältnisses der verschiedenen Riten zu einander hin. Hierauf werden (S. 106 u. s.) die einzelnen noch vorhandenen Stücke von Joseph ben Abitur, Salomo Gebirol, Isaak Giot, Mose ben Esra, Jehuda halevi und Abraham ibn Esra, aus vielen Gebetsammlungen zusammengestellt. lieber die Urheberschaft des ^שופט כל האר , welcher ״ von einigen Gebirol, von Anderen Rafchi (vgl. Derenburg in Geigers Zeitschr. V, 405), erhalten wir jedoch keine Auskunft. —- S. 118 u. f. geben Mitthcilungen über die Genesis und weitere Entwickelung des Äbinu Malkenu-Gebets, das von ursprünglich 3 aus 53 Sätze (in Salonichi) gebracht ward. Air hätten gewünscht, daß der geehrte Verf. hier mehr auf den Gegenstand eingegangen, wäre. Daß Gott als ״Vater" angerufen wird ist schon biblisch (Jes. 63, 16; 64, 7; Jer. 3, 4. 19; Ps. 89, 27)" Indem der Betende nicht auf eignes Verdienst oder auf das der Väter pocht, sondern in Gott allein als Vater und König sein ganzes Vertrauen setzt, gibt er seine volle 3) Mehrere karäische Gebräuche sind überhaupt analog den im Tr. Soferim niitgetheilten, so z/ B. das Recitiren des Buches Esther am מוצאי שבת v or Purim, vgl/ Soferim o. 14, Z/ 18 uud ckaräisches Gebetbuch eä. Kaläi Th. 1, Bl. SS.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.