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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1859-01-01 · Heft 5 · p. Seite 172

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 5
Article
Eigenhändige Briefe von Moses Mendelsohn
Date
1859-01-01
Page
Seite 172 (sequence 3)
Language
German
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172: Eigenhändige Briefe von Moses Mendelsohn. Perlen, ihr Besitz besser als der Besitz! von Silber'׳, und daraus werden sie erfreuen die geliebte Frau, die Sie! sich genommen und werden bedacht sein, zu wachen an den Pforten des! Gesetzes und der Weisheit / so daß die Lehre Gottes Ihr Gespiele und Ihre Lust sein wird." Ihr intimer unb.״• stets, ^bereitwilliger Freund.- ׳ Moses aus Dessau. ׳ Friede und alles Gute Ihrem Vater, dem -hochgeehrten und allgemein bekannten! Hrn. Naftaliund dessen würdigen und biedern : Frau Gemahlin Gidel mit Namen,׳ desgl. von meiner 'Frau. Wir wünschen sämmtlich Glück und Wohlergehen. Es möge dem Ewigen gefallen, Sie Enkel sehen zu lassen, welche sich mit der Thora und guten Handlungen beschäftigen! Amen. — - Von größerm und ich darf wohl׳ sagen sehr großem Interesse, ist folgender Brief: - V .׳!- Berlin^ d! 23. Juli 1771!! Friede und alles Gute dem hochgeehrten Hrn. Elkan G.׳ b:- I. ' ״ Wenn ich auf Ihre geehrte Zuschrift -den größten Theil nicht beantwortet, so ist solches nicht aus Geringschätzung geschehen, sondern ich habe mich seit Purim so übel befunden, daß keinen Brief habe schreiben können. Ich habe auch im Allgemeinen keinen Geschäften nachgehen können-, und habe beständig Arznei einnehmen müssen. Die Krankheit hat im Allgemeinen nachgelassen, so daß ich Etwas auf dem Wege zur! .Besserung bin! wiewohl ich mich seither sehr in Acht-zu nehmen habe. Es wird mir noch immer sehr sauer , einen ordentlichen Bries zu schreiben, so sehr bin ich (mit Gesund mögen Sie es hören) mit Schwindel behaftet. Uebrigens wird es mir überaus angenehm fein, mit Ihnen , mein hochgeschätzter Freunds in einen nützlichen Briefwechsel zu kommen. Mit wegen Hildburghauser Papieren! ist Nichts zu machen. R. Moses Barbu in Breslau hat eine Partie davon gehabt. Wenn Sie aber meinen. daß es sich der Mühe lohnt, so wollte wohl an ihn schreiben. Aber es wundert mich, daß sich dieser nicht an Herrn Israel wendet, der alle Taschen davon Hat. — Wegen Kölbeli ^), lieber Freund, ich würde es mir l) Johann Balthasar Kölbeli geb. 1722 zu Frankfurt a. M., Dr. der Rechte und Praktiker daselbst, ließ es in-Verbindung mit David! Friedrich Meyerlin seiner Zeit sehr angelegen sein, die.Juden zur Annahme des Christenthüms zu bewegen. Von Beiden sind mehrere, diesem Zwecke bestimmte, längst vergessene Schriften erschienen. Ersterer mischte sich in die bekannte Mendelsöhn-Lavatersche Angelegenheit und erließ zwei Sendschreiben

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