Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die mystische Literatur in der gaonäischen Epoche
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 152 (sequence 13)
- Language
- German
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152 Wissenschaftliche Aufsätze. Therapie frühestens im zehnten Jahrhundert entstanden sein kann. Es lohnt sich aber kaum zu untersuchen, in, welcher Zeit die ״Bücher der Medicin von 21 ffaf ha-Jehudi oder Assaf Haccam, entstanden sind. > So gering auch der Literatürkreis der alten Mystik ist, und so wenig Anhaltspunkte er uns auch bietet, so können wir doch gewisse Merkmale aufflellens wodurch sie sich von der jünger» Kabbalah unterscheidet. 1) Die alte׳ Mystik hat noch einen agadischen Charakter, d. h. keine systematische Abrundung. ׳ 2) Sie kennt noch nicht die vier Welten und die Emanation der zehn Sephiroth. 3) Sie kennt noch nicht den magischen Einfluß der Gesetzes- Übung auf die höhere Welt. 4) Sie bedient sich der hebräischen Sprache und gebraucht nicht das mystische Halbdunkel , welches in dem chaldäischen Idiom liegt. Schon aus diesen Kriterien kann die Behauptung des David Lurja zurückgewiesen werden, daß in den Responsen der Gaonim (Schaare Teschuba) soharistische Elemente alsנוסח ידרטרלימי־ vorkommen, welche das höhere Alter des Sohar beweisen sollen. Fast sämmtliche kabbalistische Stücke in dieser Responsen-Sammlung erweisen sich als Interpolationen. Es ist hier der Ort nicht, diesen Beweis vollständig kritisch zu führen. Aber ein Fingerzeig sei hier gegeben: In No. 5 dieser Sammlung befindet sich ein Responsum über das Bad einer Menstruircnden und zum Schlüsse kommt eine kabbalistische. Bemerkung über die höhere Bedeutung des Passahfestes und der sieben Wochen vor, ganz kors 6' Oeuvre. David Lurja behauptet nun, dieses Responsum ״gehöre R. Hai an, obwohl der Anfang desselben sich in den Gutachten des Alfaßi findet, dem auch die vorangehenden und einige nachfolgende angehören, und obgleich R. Hai ein entschiedener Gegner der Mystik war. Aber abgesehen . davon beweist der Schluß dieses Responsum, daß das ganze kabbalistische Beiwerk interpolirt ist. - Es heißt zum Schluffe: ״Wenn Euch etwas unerklärlich erscheint, so fraget den Lehrer Jehuda b. Hanagid, und dieser wird Euch Aufschluß darüber geben" : וכי.יפלא מכם דבר^למטזפט עזאלו ביר׳ יחודח בן:חבגיד כי־ מומי בקדבו;■ד!י״ו. וחרא.. יודיע לכם חדבל טפח אל פח בחראותכם אליו כתבי־ זח• Wer ist dieser R. Jehuda b., Hanagid? Wohl kein anderer als der Kabbalist R. Jehuda Hanagid aus Rothenburg, dessen Abraham Abülafia in seinem Sendschreiben erwähnt: כך קבלכר טכפלו (»ל