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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1859-01-01 · Heft 4 · p. Seite 153

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 4
Article
Die mystische Literatur in der gaonäischen Epoche
Date
1859-01-01
Page
Seite 153 (sequence 14)
Language
German
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Recensionen und Anzeigen. 163 נ-רזנ^נבזר-ז Vr מריב ר׳ י ד! ר ד ד! הנגיד אשכנזי (Jellinek Auswahl kabbalistischer Mystik 1. Heft Text S. 26). (Das )ב muß wohl gestrichen werden.) Dieser R. Jehuda Hanagid lebte aber im dreizehnten Jahrhundert, und aus dieser Zeit-stammt der kabbalistische Zusatz in dem genannten Responsum, und nicht von R. Hai. Wohl gab es, wie eben nachgewiesen,, eine Art Mystik in der gaonäischen Epoche, aber sie war anders geartet als die spätere, und fand gerade bei den Trägern des Rabbanismus, den Gaonen, keine Anerkennung. Welche Agadawerke und Targumim die mystische Literatur benutzt haben, und sie voraussetzen, und wie sich der Poetan Kaliri zur Mystik verhält, soll ein andermal untersucht werden. Zum Schluffe sei noch bemerkt, daß die alte Mystik noch eine andere Seite hat, nämlich die Messianologie und was damit zusammenhängt, welches ebenfalls den Gegenstand einer besonderu Untersuchung bilden wird. Recensionen und Anzeigen. Die Religionsphilosophie des Mose ben Maimoni (Maimonides). Von vr. M. Joel. Breslau. Druck von Wilh. Gottl. Korn. 1859. 4. 49 S. (Vorangeschickt dem diesjährigen Jahresbericht des jüd.-theolog. Seminars zu Breslau.) Der Moreh des Maimonides wird selten nach Verdienst gewürdigt. Er thrilt häufig das Geschick so mancher Leistungen auf dem Gebiete der Philosophie, denen man mehr eine Bedeutung für die Geschichte der Philosophie, als für die Philosophie selbst zuerkennt. Wenn aber auch der Moreh nur ein historisches Interesse einzuflößen geeignet wäre, so sichert ihm der Grad, in welchem dieses geschieht, unstreitig eine der. ersten Stellen in der Reihe der philosophischen Schriften nacharistotelischen Alterthums. Maimonides hat sich, was nur Wenige verstanden haben, mehr kritisch als exegetisch zu Aristoteles verhalten, und hat seine Philosophie, wenn auch fteilich weniger aus sich selbst als durch die Schrift geleitet, in gewissem Sinne fortgebildet. In der That aber kann man den Moreh nicht mit dem Zuerkennen einer bloß historischen Bedeutung abfertigen. Unter den geistigen Schätzen, die Maimonides mehr zum Nutzen der Mitals der Nachwelt in dem Moreh niedergelegt hat, findet sich manches Goldkorn, das seinen Werth nie verlieren und für die religions-

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