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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1859-01-01 · Heft 4 · p. Seite 150

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 4
Article
Die mystische Literatur in der gaonäischen Epoche
Date
1859-01-01
Page
Seite 150 (sequence 11)
Language
German
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150 Wissenschaftliche Aussätze. נחשד על דלבדיד־ו יודע ונלכיל בר ספר לשון ללע יודע ונלכיליבו דולל נלכולם שנלכיל בכל יודעי כשפים^ (Hechalot I, 3 6ä. Jellinek HI, 83, citirt von Nachmani Derascha ad. Jellinek 29). Es ist also erwiesen, daß die Mystik in der gaonäischen Zeit sowohl eine praktische, als theoretisch« Tendenz hatte. Der praktische Zweck war Thaumaturgie. Die Mittel dazu waren eine strenge Askese (vergl. Hechalot 3V, 1 — 2 und K. Hai Responsum I. o.), ferner Anrufungen von Gottes- und Engelnamen und endlich Recitiren gewisser gesangähnlichen Gebete, welche den Hauptinhalt der Hechalot ausmachen: Den Werth solcher Preisgesänge heben auch die Otijot hervor (Buchstabe er). — Die Adepten der Mystik nannten sich, wie das Citat aus dem Henochstücke beweist, ״ Män ner d es Glaub ens" (בעלי אנלונות); die Bezeichnung ״Kabb alah " kommt in diesem Literaturkreise noch nicht vor. Die mystischen Operationen theilten die Adepten nicht Jedermann mit, sondern nur solchen Personen, A deren Gesichts- und Handlineamente darauf hinwiesen, daß sie würdig (/ dazu seien. Diese Nachricht hat Scherira ausbewahrt: ולב( ליו נלוהלים חכנלים אחד : לחבילו לכרת פגים והדלי שלטוטין לפי ׳>’ שאין נלדהלים התלים ולדם לללו אלא לנד שלואין בו הנלגים לאוין להן- - ' (Responsum Gaonim Schaare Teschüba No. 122, Sachs Tcchija S. 41, citirt von Nachmani im Pentateuch-Commentar und in der Derascha S. 27). Ziuni citirt einen Passus aus den Hechalot, der in unseren Ausgaben, fehlt und ebenfalls angiebt, der Angesichtsengel habe R. Jsmael die Kennzeichen der Lineamente an Stirn und Hand mitgetheilt: אנלל לו של לפגים ללי ישנלעאל על שילטוטי לפדתת וליד ולכפות (citirt von Jellinek II, Einl. s>. XVII.) Diese Kenn- , zeichen wollten bloß die Würdigkeit eines mystischen Novizen constatiren, und nicht die Regeln der Chiromantie angeben (wie Rappo- Port irrthümlich ausstellt, Biographie des R. Nathan Romi). Stellen wir zum Schlüsse die Titel der Schriften zusammen, welche die praktische Mystik lehrten: a) . ספר לישל חלבל דנלשל (ל c) לזל לבל oder ה' ללדם " , d) הפל ישם בן גת diesem Schriftthum ist. so viel jetzt bekannt, nichts vor- Händen. Denn das Stück, welches Jellinek aus einer Münchner Handschrift ה' א&ן8 לילודי, angeblich aus einer Schrift des Sem b. Noah, mitgetheilt, über den mystischen Ursprung der Medicin, ist, wie der Augenschein lehrt, ein jüngeres Machwerk.

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